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Bernie Ecclestone: Sollen Hersteller doch vor Gericht
​Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone ist es mit der Einführung kostengünstiger Motoren ab 2018 sehr ernst. Von den Automobilherstellern lässt er sich nicht so schnell einschüchtern.
Formel 1
Im Artikel erwähnt

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SPEEDWEEK.com-Leser wissen: Bis 15. Januar 2016 müssen die Autohersteller dem Automobil-Weltverband FIA Vorschläge einreichen, wie ihre Motoren künftig kostengünstiger werden. FIA-Präsident Jean Todt und Formel-1-Promoter Bernie Ecclestone schwebt ein Preis zwischen sechs und sieben Millionen Euro pro Jahr vor, heute bezahlen die Rennställe für die V6-Turbos mit Mehrfach-Energierückgewinnung bis zum Dreifachen dieser Summe!
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Todt und Ecclestone wollen sich der Zwangsjacke Autohersteller entledigen – denn die Triebwerke von Renault, Ferrari, Mercedes und Honda sind ihrer Meinung nach viel zu teuer, das bricht kleinen Rennställen finanziell das Genick. Die FIA hat sich ferner in eine Position hinein manövriert, in welcher die Motorhersteller bestimmen können, wer Motoren bekommt und wer nicht. Todt will endlich handeln, und er hat volle Rückendeckung von Ecclestone. Die beiden mächtigsten Männer im Rennsport wollen von den Herstellern bis Mitte Januar konkrete Ideen zu diesen Themen: Zugang für alle Rennställe zu Motoren, Notwendigkeit für günstigere Antriebseinheiten, Vereinfachung der technischen Spezifikation, attraktiveres Motorgeräusch. Die FIA betont: Sollten die Motorhersteller bis zum 15. Januar nicht mit brauchbaren Vorschlägen zu diesen Punkten aufwarten, so behält es sich der Weltverband vor, den Alternativ-Motor erneut ins Spiel zu bringen – einen 2,5-Liter-V6 Turbo ohne Energierückgewinnung. Unter vorgehaltener Hand halten das einige Motorhersteller für einen Bluff. Da könnten sie sich aber gewaltig täuschen.
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Denn der 85jährige Ecclestone ist fest dazu entschlossen, dass eine neue Motorgeneration kommt. Bei den Kollegen von Sky Sports in England sagt er in der Sendung "News HQ" heute Mittag: "Grundsätzlich wollen wir keine verschiedenartige Motoren. Wenn uns aber keine andere Wahl bleibt, dann werden wir den Alternativmotor einführen. Wenn die Hersteller mit unseren Vorschlägen nicht einverstanden sind, dann muss die FIA halt ein neues Reglement schreiben. Wenn die Hersteller es mögen, gut, wenn sie es nicht mögen, dann tut es mir leid. Sie können dann ja mit der Formel 1 aufhören oder vor ein Schiedsgericht ziehen."
Doch die Zeiten der Max- und Bernie-Show sind vorbei – der jetzige FIA-Präsident Jean Todt ist von anderem Schlag als sein Vorgänger Max Mosley. Bernie Ecclestone sagt weiter: "Das Problem mit Jean ist, dass er die Dinge gerne auf demokratische Weise regeln. Er will, dass alle einverstanden und glücklich sind. Als Max noch am Ruder sass, hoffte er, dass er den Sport in die richtige Richtung führt und die anderen früher oder später seiner Meinung sind."
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