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Sebastian Vettel (Ferrari) verarscht? Zu hart gesagt

​Ferrari-Star Sebastian Vettel vor dem Bahrain-GP-Wochenende: Der vierfache Formel-1-Champion vertieft das Reizthema Qualifying und über den veränderten Funkverkehr.

Formel 1

Im Artikel erwähnt


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Sebastian, jetzt mal Hand auf Herz – wenn ihr mit der Nachricht konfrontiert werdet, dass ihr noch einmal nach dem unbeliebten Quali-Modus von Australien fahren müsst, kommt ihr euch da nicht, pardon, verarscht vor?

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Verarscht ist vielleicht zu hart gesagt. Aber jeder hatte doch nach der Quali von Australien gesagt: Das war jetzt Käse, in Bahrain müssen wir etwas anderes machen! Und wenn dann nur wenig Tage später bekannt wird, dass wir genau das gleiche unglückliche Quali-Format noch einmal verwenden, dann muss man sich schon etwas wundern.

Als Fahrer haben wir ja keinen Einfluss: Wir machen die Regeln sind. Wir haben andere Dinge zu tun. Aber nicht nur die Piloten haben schon vor Australien festgehalten, das ist der falsche Weg. Wenn dann dennoch weiter auf diesem Weg geblieben wird, dann ist das für mich das beste Beispiel dafür, dass etwas falsch läuft.

Aber es gab ja noch andere Regeländerungen im Winter, wie etwa mehr Varianten bei der Reifenwahl. Nur noch ein Kupplungspedal, das dir einen guten Start in Australien ermöglicht hat. Änderungen beim Funkverkehr. War nun alles schlecht?

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Die neue Quali war Quark. Die Funkeinschränkungen finde ich auch Quark. Die modernen Autos haben doch nichts zu tun mit den Rennwagen vor zwanzig Jahren. Die meisten Anweisungen, die wir erhalten hatten, die hatten nicht mit dem Fahren zu tun, sondern mit dem Betrieb eines Renngeräts, das eben viel komplexer ist als die Autos von einst. Ich glaube auch, es ist recht schwierig, alle Fahrer ständig zu überwachen, ob er nun alles richtig sagt oder nicht.

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Die Sache mit dem Pedal geht in die richtige Richtung. Man will das Ganze vereinfachen und den Piloten mehr Verantwortung geben, das ist ein guter Schritt. Selbst wenn einer da eine Schwäche hatte, das kann man alles im Simulator üben.

Was die Reifen angeht, so bin ich mir noch nicht sicher, ob das ein Fortschritt ist. Wir haben während des Rennens mehr Flexibilität. Vielleicht kann man hier oder da ein wenig überraschen, hat also ein oder zwei Schachzüge mehr. Wir müssen aber einige Rennen abwarten, was das in der Praxis wirklich bewirkt.

Der Brief der Fahrer hat viel Wirbel erzeugt.

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Grundsätzlich finde ich einfach: Es wäre gut, auch auf Stimmen von aussen zu hören. Es gibt viele Leute, die gute Ideen haben. Die Verantwortlichen sollen anfangen, sich die richtigen Gedanken zu machen und entsprechend zu handeln. Das war der Sinn der Sache.

Wir wollten auch unsere Bedenken zum Ausdruck bringen, was die Rennwagen angeht. Wir haben schwerere Autos als früher. Das geht auf die Reifen. Was wir uns wünschen: Dass wir an Speed gewinnen, dass wir aber auch Reifen erhalten, die es uns ermöglichen, konstant schneller zu fahren. Die Autos haben viel mehr Technik an Bord, das kostet enorm Geld, aber auch Gewicht. Wir würden gerne in den Rennen schneller fahren können. Wenn wir die Autos nun generell einfach um die berühmten fünf Sekunden schneller machen, dann ist uns damit im Rennen nicht geholfen. Dazu muss man mehr haben als ein Auto, das mehr Abtrieb aufbaut.

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