Stoffel Vandoorne: Vorgänger Schumacher und Vettel!

Von Mathias Brunner
Formel 1

​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Wer gab in der Formel 1 vor Stoffel Vandoorne noch sein Debüt durch ungewöhnliche Umstände?

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Carina-Pia Lehner aus Berlin wissen: «Stoffel Vandoorne kommt doch in Bahrain zu seinem GP-Debüt, weil Fernando Alonso einmal aussetzen muss. Das hat mich zur Frage geführt – wer ist in den letzten gut 25 Jahren noch zum ersten Grand Prix durch ungewöhnliche Umstände gekommen? Und wie haben diese Fahrer sich dann beim Debüt geschlagen?»

Aus dem Bauch heraus fallen uns einige Fahrer ein. Michael Schumacher gab in Spa-Francorchamps 1991 sein Debüt im Jordan, weil Teamchef Eddie Jordans Fahrer Bertrand Gachot – im Gefängnis sass! Gachot hatte sich in London mit einem Taxifahrer so lange gestritten, bis dem Rennfahrer die Sicherungen durchbrannten und er zu einem Pfefferspray griff. Michael Schumacher debütierte im Jordan sensationell (Startplatz 7), kam aber wegen eines Kupplungsdefekts nicht weit. Ein Rennen später, in Monza, sass er bereits im Benetton, der Rest ist Formel-1-Historie – zwei WM-Titel mit Benetton, danach fünf Titel mit Ferrari.

David Coulthard kam in Spanien 1994 bei Williams zu Debüt, weil wir in Imola den grossen Ayrton Senna verloren (so wie im Abschlusstraining Roland Ratzenberger). In Monaco waren Williams und auch Simtek mit je nur einem Auto gefahren. Der Schotte Coulthard qualifizierte sich als Neunter, im Rennen schied er wegen Elektrikdefekts aus. Der Italiener Andrea Montermini konnte sich mit Simtek nicht qualifizieren.

Im Training zum Ungarn-GP 2003 hatte Jordan-Fahrer Ralph Firmen einen schlimmen Crash (nach Bruch des Heckflügels), der Brite war kurz ohnmächtig. Daraufhin erteilten ihm die Ärzte Startverbot, und Ersatzfahrer Zsolt Baumgartner kam zum ersten Grand Prix. Er qualifizierte sich als 19. (und Zweitletzter), im Rennen schied er wegen Motorschadens aus.

Sebastian Vettel kam in Indianapolis 2007 zu seinem ersten Grand Prix mit BMW-Sauber, weil Robert Kubica nach seinem schlimmen Montreal-Crash zuschauen musste. Vettel war im Abschlusstraining Siebter und wurde im Rennen Achter.

Der Japaner Kamui Kobayashi kam mit Toyota zum ersten Grand Prix, nachdem sich Timo Glock in Suzuka am Bein und am Rücken verletzt hatte. Kobayashi qualifizierte sich in Interlagos 2009 als Elfter und wurde im Rennen Neunter.

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