Jean Todt: «Ferrari stärker, Siege aber schwierig»

Von Rob La Salle
Formel 1
Jean Todt

Jean Todt

​In der Ära Jean Todt fuhr Ferrari die fabelhaftesten Erfolge ein: Fünf WM-Titel mit Michael Schumacher in Folge. Was der heutige FIA-Chef zum heutigen Ferrari sagt.

Kein Teamchef war erfolgreicher bei Ferrari als der kleine Franzose Jean Todt: 1993 kam er zur berühmtesten Scuderia der Welt, er holte nach und nach die richtigen Leute nach Maranello, und mit etwas Glück hätte Michael Schumacher schon 1997 Weltmeister mit Ferrari werden können. Das unglückliche Manöver gegen Jacques Villeneuve beim WM-Finale von Jerez kostete den Deutschen den Titel.

1998 und 1999 setzte es knappe WM-Niederlagen gegen Mika Häkkinen im McLaren-Mercedes, aber 2000 war es endlich so weit: Ferrari holte dank Michael Schumacher den ersten Fahrer-WM-Titel seit Jody Scheckter 1979, und nun kam das Traumschiff Ferrari erst richtig in Fahrt. Schumacher verteidigte vier Mal erfolgreich seinen Titel. Fünf WM-Titel in Serie mit Ferrari, vielleicht ein Formel-1-Rekord für die Ewigkeit.

Todt verliess 2008 den Posten als Teamchef, seit 2009 ist der Präsident des Internationalen Automobilverbands FIA.

Im Rahmen der Targa Florio spricht Todt über den Stand der Dinge bei Ferrari: «Ferrari hat wichtige Fortschritte gemacht, nun aber muss der nächste Schritt kommen, also Siege. Das wird schwierig, weil Ferrari vor sich ein Team hat, das hochprofessionell und phantastisch arbeitet.»

Klar muss Todt auch zum gescheiterten Experiment mit der Ausscheidungsqualifikation Stellung nehmen. Der Franzose meint: «Wir haben schon viel zu viel darüber geredet. Das war doch kein Schlüsselmoment für die Formel 1. Wir wollten das Spektakel verbessern, und alle hatten sich damit einverstanden erklärt. Dann haben wir uns nach zwei Versuchen dazu entschlossen, wieder zum alten System zurückzukehren. Ein Drama war das nicht. Es wird erneut Versuche geben, das System weiterzuentwickeln – zum richtigen Moment.»

Jean Todt wird auch auf seinen Freund Michael Schumacher angesprochen. Der Franzose antwortet: «Michael ist Teil der Automobilhistorie, keiner hat mehr Rennen und Titel gewonnen. Wir können ihm und seiner Familie nur das Beste wünschen. Er kämpft seinen wichtigsten Kampf.»

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