Motorenhersteller: Darum macht Formel-1-Programm Sinn

Von Vanessa Georgoulas
Formel 1
Toto Wolff: «Der erste Mercedes, der jemals produziert wurde, war ja ein Rennauto, der Motorsport ist also ein Teil unserer DNA»

Toto Wolff: «Der erste Mercedes, der jemals produziert wurde, war ja ein Rennauto, der Motorsport ist also ein Teil unserer DNA»

Auch wenn die Formel 1 in den letzten Monaten und Wochen nicht nur für positive Schlagzeilen gesorgt hat, beteuern die Vertreter von Ferrari, Mercedes, Renault und Honda, dass sich das Engagement für sie lohnt.

Zu teuer, zu leise und zu kompliziert: Die Liste der Klagen über die Formel 1 ist lange. Dennoch lohnt sich ein Engagement in der Königsklasse für die vier Hersteller, welche die GP-Teams mit Triebwerken beliefern. Und das sogar, wenn der Erfolg auf der Strecke ausbleibt, wie Hondas Formel-1-Projektleiter Yusuke Hasegawa bestätigt.

Der Japaner erklärte in Barcelona: «Wahrscheinlich hat die aktuelle Form von Honda auf der Strecke keine positiven Auswirkungen auf die Massenproduktion. Die Formel 1 als Ganzes kann kann sich aber durchaus positiv auf die Verkaufszahlen auswirken.»

Auch Cyril Abiteboul ist überzeugt, dass die positiven Effekte überwiegen. Der Geschäftsführer der Renault-Rennmotorenschmiede erklärt: «Wir haben die Antwort auf die Frage, ob die Formel 1 Sinn mache, schon im vergangenen Jahr mit unserer Rückkehr als Werksteam gegeben. Das war eine Entscheidung, die gemeinsam mit den anderen Vertretern der Renault-Gruppe getroffen wurde.»

Der 38-jährige Ingenieur warnt jedoch: «Natürlich ist die Formel 1 relevant, der Nutzen ist enorm, wenn man erfolgreich ist. Das ist natürlich eine Voraussetzung, die schwer zu erfüllen ist. Aber wenn man erfolgreich ist, dann ist die Publicity, die man bekommt, das viele Geld wert, das die Formel 1 kostet. Problematisch sind einfah die hohen Anfangsinvestitionen, die nötig sind.»

Ferrari-Teamchef Maurizio Arrivabene pflichtet ihm bei: «Für Ferrari ist der Motorsport seit Beginn ein Teil des Kerngeschäfts und nicht einfach ein Marketinginstrument. Wir machen keine Werbung für unsere Autos, der Motorsport ist unsere Werbung. Ausserdem ergibt sich auch ein technischer Nutzen. Nehmen wir beispielsweise das Lenkrad oder Getriebe. Gewisse Dinge sind noch nicht in der Massenproduktion umsetzbar. Doch sobald man einen Weg gefunden hat, diese Innovationen in grosser Stückzahl zu produzieren, dann wird das auch genutzt.»

Mercedes-Motorsportdirektor Toto Wolff ergänzt: «Das Gleiche gilt für Mercedes. Der erste Mercedes, der jemals produziert wurde, war ja ein Rennauto, der Motorsport ist also ein Teil unserer DNA. Das ist nicht einfach nur eine Sponsoring-Plattform.»

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