Lewis Hamilton: «Nico Rosberg? Es gibt kein Problem»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Spanien

Nico Rosberg und Lewis Hamilton in Spanien

​Formel-1-Champion Lewis Hamilton wird von der Spanien-Affäre weitaus weniger genervt als WM-Leader Nico Rosberg. Der Engländer sagt: «Ich habe mit Nico kein Problem.»

Die Kollision zwischen den Silberpfeilschützen Nico Rosberg und Lewis Hamilton in der ersten Runde des Spanien-GP bleibt ein heisses Thema. Nico Rosberg hat auf Nachfragen zum Gesprächsbedarf zwischen den beiden Alphatieren ein wenig herumgedruckst, der dreifache Weltmeister Lewis Hamilton wirkt da souveräner: «Klar haben wir miteinander gesprochen, auch heute hier in Monaco. Früher hätte es nach so einer Übung mehr Spannungen zwischen uns gegeben, nun sehen wir das beide lockerer. Ich sagte zu ihm – mein Respekt für dich ist gleich wie vorher. Und er sagte das Gleiche zu mir. Ich schätze, wir werden wohl alt!»

«Wir wissen beide, was vorgefallen ist. Wir wissen beide, wie wir uns danach gefühlt haben. Wichtig ist nach so einem Vorfall, dass der gegenseitige Respekt noch vorhanden ist. Und dem ist so. Ich finde, das zeigt auch, dass wir beide als Rennfahrer und Menschen Fortschritte gemacht haben.»

«Gerade nach solchen Situationen ist es wichtig, dass man sich ausspricht. Wir haben das getan, noch an der Rennstrecke, später auch im Rennwagenwerk. Dann aber finde ich es auch wichtig, dass man mit dem Leben weiter macht. Du kannst an der Vergangenheit nichts ändern.»

Es liegt in der Natur der Sache, dass diese beiden Ausnahmerennfahrer eines Tages wieder das gleiche Stück Asphalt für sich beanspruchen. Was dann? Und wie werden die Heisssporne reagieren, wenn nur einer liegenbleibt, der andere aber weitermachen und vielleicht sogar gewinnen kann?

«Klar ist das dann eine ganz andere Situation», sagt Lewis Hamilton. «Das werden ganz andere Emotionen sein. Wir haben sechszehn Rennen vor uns und werden vielleicht noch lange Seite an Seite Rennen fahren. Klar wird viel über die Unfälle geredet, aber ich finde, wir haben noch viel mehr Grands Prix gezeigt, in welchen wir es ziemlich gut geschafft haben, eben nicht zusammenzuknallen.»

«Ich weiss, dass wir uns wieder sehr nahe werden. Vielleicht passiert das schon an diesem Wochenende in Monaco. Aber wir werden reifer, und wir sind auf solche Situationen gefasst.»

Fühlt sich Hamilton in der Rolle des Jägers wohler denn als WM-Leader? «Nein», meint der Brite. «Denn als Leader hast du immer ein gewisses Polster, und das macht dein Leben einfacher. Ich liege um 43 Punkte zurück, das ist eher unbehaglich. Ich stelle mir aber nie fragen, wie – was wäre, wenn ...? Ich konzentriere mich auf das Jetzt und auf meine kommende Aufgabe. Ich habe noch sechzehn Möglichkeiten, aus meinem halb leeren Glas ein volles zu machen. Nur das interessiert mich derzeit.»

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Mathias Brunner
​Lewis Hamilton ist nach 2008, 2014, 2015, 2017, 2018 und 2019 zum siebten Mal Formel-1-Weltmeister. Doch sein Erbe besteht nicht aus Bestmarken, die er reihenweise niederreisst. Sein Erbe reicht erheblich weiter.
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