Toto Wolff (Mercedes): «Stallorder? Zum Kotzen!»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Toto Wolff

Toto Wolff

​Teamchef Toto Wolff ist nach der Kollision zwischen Nico Rosberg und Lewis Hamilton sichtlich zornig: «Wir müssen uns jetzt sehr genau überlegen, wie wir weiter vorgehen.»

Nach dem spektakulären Ende des Österreich-GP rauchen die Köpfe bei Mercedes. Teamchef Toto Wolff: «Zum Schluss der zweitletzten Runde versagte die elektronisch gesteuerte Hinterradbremse am Wagen von Nico. Das bedeutet – zu wenig Bremskraft hinten. Lewis schloss auf und attackierte. Dann kam es zum Crash. Ich sage immer – zum Tango braucht es zwei. Aber der Defekt am Wagen von Rosberg war der Ausgangspunkt.»

«Wir hätten leicht beide Autos verlieren können, und ich sage: Wir können das als Team nicht akzeptieren. Ich will hier niemandem die Schuld zuschieben. Ich habe meine Meinung, aber die behalte ich lieber für mich. Das ist nicht alles schwarz und weiss. Aber Rosberg hatte ein verwundetes Auto. Wir müssen uns nun überlegen, wie wir weiter vorgehen, wenn wir so eine Situation haben.»

«Wir haben zwei Weltklassefahrer. Wir lieben es, wenn sie so fahren wie damals in Bahrain. Wir hassen es, wenn es kracht. Wir müssen Mittel und Wege finden, wie wir da auf die Reihe bekommen.»

«In Spanien war ich entspannter, obschon beide Autos raus waren. Weil die Kollision zuvor lange zurück lag. Jetzt ist es wieder passiert. Es gibt eine mögliche Lösung – ab einem gewissen Punkt die Reihenfolge festlegen, es gibt dann keine Angriffe auf den Leader mehr. Das wird sehr unpopulär sei, das ist Stallorder, ich das finde ich selber zum Kotzen.»

«Wir müssen jetzt alle ein wenig abkühlen und probieren, das vor Silverstone zu lösen. Was heute passiert ist, hat auf unsere langfristige Planung mit Nico keinen Einfluss, also auf seinen neuen Vertrag.»

«Der Kern unseres Rennstalls wird entscheiden müssen, was wir in solchen Fällen machen sollen. Ich kann Kollisionen einfach nicht mehr ertragen, ich will das jetzt wirklich nicht mehr sehen. Ich habe auch die Nase gestrichen voll, das ständig analysieren zu müssen. Es darf einfach nicht mehr passieren und fertig.»

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