Kimi Räikkönen (Ferrari, 3.): «Da lag mehr drin»

Von Mathias Brunner
Formel 1
Kimi Räikkönen jagt Daniel Ricciardo

Kimi Räikkönen jagt Daniel Ricciardo

​Der Finne Kimi Räikkönen rettet die Ehre von Ferrari: Nach dem Reifenplatzer bei Sebastian Vettel schaffte er es als einziger Fahrer der Italiener aufs Siegerpodest.

Es war nicht der Tag von Ferrari, ungeachtet der Podestplatzierung von Kimi Räikkönen. Team-Leader Sebastian Vettel schied wegen eines spektakulären Reifenplatzers aus, und die Strategie von Ferrari – mit härteren Pirelli länger als die Gegner auf der Bahn bleiben und so zur Spitze hochrücken – ging auch nicht ideal auf.
Kimi Räikkönen, 2007 mit Ferrari Weltmeister: «Kein einfacher Tag für uns. Wir hätten hier mehr erreichen können. Zum Schluss rückte ich flott auf Verstappen auf, aber als ich angreifen wollte, waren da gelbe Flaggen. Mir ging die Zeit aus, das Rennen hätte für mich ein wenig länger sein sollen.»

«Unser Speed war in Ordnung, schon das ganze Wochenende über, aber das ganze Rennen lief einfach nicht so wie gewünscht. Und dann hatten wir das Problem bei Seb. Wir müssen das beim nächsten Mal einfach besser machen.»

«Grundsätzlich sage ich: Lieber Rang 3 als nicht auf dem Siegerpodest. Wir haben ein Geschenk erhalten, ich beklage mich nicht.»

«Zu Beginn des Rennens schonte ich meine Reifen. Wir verloren Zeit auf die Mercedes, aber ich machte mir keine Sorgen. Wir waren in Schlagdistanz. Aber nach dem Stopp fand ich mich auf einmal auf dem sechsten Platz wieder. Dann wurde es ein zähes Rennen.»

«Da war die Safety-Car-Phase, dann kam ich lange nicht am Red Bull von Daniel Ricciardo vorbei. Es war so schwierig, dicht aufzurücken für einen Angriff. Wann immer ich nahe war, hatte ich dann ausgangs der Kurven nicht die richtige Traktion, um in der Nähe zu bleiben.»

«Was die Rennstrategie angeht, so musst du dich den Gegebenheiten anpassen. Am Freitag und auch am Samstag hätte ich keinen Pfifferling auf eine Einstoppstrategie gegeben. Aber du hast für alle Bedingungen verschiedene Pläne in der Schublade.»

«Ich glaube, unsere Strategie war in Ordnung. Meine Reifen waren noch gut im Schuss. Ich hätte einfach mehr als 71 Runden gebraucht. Ich war auch ein wenig verstimmt, weil zum Schluss diese gelbe Flagge gezeigt wurde. Ich wollte mir Verstappen schon noch zur Brust nehmen.»

Auch im neunten Rennen hat es also mit dem Sieg von Ferrari nicht geklappt. Wie geht das in Silverstone weiter? Kimi: «Ihr wisst, ich bin kein Freund von Mutmassungen. Wir haben ein Auto, das sich eigentlich auf jeder Art Rennstrecke gut anfühlt. Aber Silverstone ist wieder eine ganz andere Hausnummer als Österreich. Der Schlüssel zu einem erfreulichen Ergebnis wird in England der gleiche sein wie auf jeder anderen Piste – eine gute Abstimmung erarbeiten, das Potenzial der Reifen ausschöpfen.»

«Ich war Vierter in Baku und nicht happy. Ich bin Dritter hier in Österreich und nicht happy. Ich bin so lange nicht happy, bis wir endlich wieder gewinnen. Dafür bin ich da.»

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