Nico Rosberg (Mercedes): Ungewissheit wegen Getriebe

Von Mathias Brunner
Formel 1
Nico Rosberg

Nico Rosberg

​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Nico Rosberg hatte zum Schluss des britischen Grand Prix Probleme mit dem Getriebe. Kommt nun auf den WM-Leader noch eine Strafe zu?

In loser Reihenfolge gehen wir in Form von «SPEEDWEEKipedia» auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Katja Treichler aus Klagenfurt wissen: «Nico Rosberg hatte doch in Silverstone Schwierigkeiten mit seinem Getriebe, weil der siebte Gang feststeckte. Später erhielt er eine Strafe, wegen unerlaubter Hilfe von seinen Ingenieuren. Bekommt der WM-Leader jetzt obendrein beim kommenden Rennwochenende in Ungarn noch eine Strafe, weil das Getriebe gewechselt werden muss?»

Eine Handvoll Runden vor Schluss des Silverstone-Rennens begannen für WM-Leader Nico Rosberg Probleme, die erst Stunden nach dem Rennen zur Tatsache führten – Platz 2 futsch, WM-Führung vor Lewis Hamilton auf einen einzigen Punkt zusammengeschmolzen. Dabei lag Rosberg einmal um 43 Punkte vorne.

Nico erzählte dann: «Das Getriebe steckte im sieben Gang fest, und hätte mein Team mir nicht gesagt, was ich machen soll, dann wäre ich ohne jeden Zweifel ausgefallen.»

Aber die FIA-Rennkommissare sahen das als Inanspruchnahme fremder Hilfe über Funk an, das ist verboten, daher erhielt der Mercedes-Star auf seine Rennzeit zehn Sekunden hinzugerechnet – damit war Platz 2 weg, der ging an Max Verstappen.

Zurück zur Frage: Wie geht es dem Getriebe? Kommt auf Rosberg erneut eine Strafe von fünf Rängen zurück in der Startaufstellung zu, wie er sie nach seinem Unfall in Österreich verkraften musste?

Ein modernes Renngetriebe in der Formel 1 muss gemäss Reglement sechs Wochenenden lang halten. Das würde für das vor dem Österreich-GP frisch eingebaute Getriebe heissen, bis und mit Monza.

Ob die Probleme mit dem feststeckenden Gang automatisch zu einem neuen Getriebe, also zu einer neuen Strafe führen, das ist noch nicht klar. Die Kaftübertragung ist gemäss Reglement versiegelt und darf im Werk lediglich inspiziert werden. Erst unter Aufsicht der FIA-Techniker dürfen am Hungaroring Arbeiten an der Kraftübertragung ausgeführt werden, wie etwa das Auswechseln einzelner Gänge – sofern es sich um Teile identischer Spezifikation handelt. Erste Untersuchungen geben der Hoffnung Anlass, dass Rosberg mit dem gleichen Getriebe weiterfahren kann.

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