Kimi Räikkönen (Ferrari): Noch keine Lust auf Rente

Von Adam Cooper
Formel 1
Steve Robertson betreute Kimi Räikkönen schon in seiner ersten Ferrari-Ära

Steve Robertson betreute Kimi Räikkönen schon in seiner ersten Ferrari-Ära

​Der Finne Kimi Räikkönen hat bei Ferrari erneut einen Einjahresvertrag erhalten. Sein Manager Steve Robertson meint: «Derzeit spricht nichts dagegen, dass Kimi auch 2018 bleibt.»

Mit Jahrgang 1979 ist Kimi Räikkönen inzwischen der Veteran im Formel-1-Feld. Aber das bedeutet noch nicht, dass der Weltmeister von 2007 ein Auslaufmodell ist. Kimi selber hat zum Thema Rente wie immer pragmatisch festgehalten: «So lange ich Spass an der Arbeit habe und man mich will, so lange bleibe ich auch.»

Für 2018 präsentiert sich die Ausgangslage bei Ferrari nicht arg viel anders wie 2015 oder in diesem Jahr: So lange der berühmteste Rennstall der Welt keinen Piloten findet, der einen besseren Job machen kann, so lange gibt es keinen Grund, Räikkönen vor die Tür zu stellen.

Räikkönens Manager Steve Robertson sagt: «Grundsätzlich steht und fällt alles damit, was Kimi selber will. Wenn ich sehe, wie motiviert er an die Arbeit geht, dann kann ich mir heute nicht vorstellen, dass 2017 seine letzte Grand-Prix-Saison sein wird. Nach Kimis Entscheidung liegt es am Team, was es machen will.»

«Kimi ist in einem Stadium seiner Karriere, in welchem er nur noch aus Liebe zum Sport weitermacht. Er hat keinen anderen Grund, um Formel 1 zu fahren. Auf mich wirkt er so angestachelt wie zu Beginn seiner GP-Karriere. Ich bin auch froh, ist der neue Vertrag mit Ferrari unter Dach und Fach, das nimmt Druck vom Kessel. Kimi weiss, dass Ferrari mit ihm zufrieden ist, das ist wichtig.»

«Kimi zeigt deshalb bessere Leistungen in dieser Saison, weil er mit dem Ferrari besser zurande kommt als 2014 und 2015. Er braucht vor allem von der Vorderachse ein ganz spezifisches Fahrgefühl, und das hat er nun wieder, so wie früher mit anderen Autos. Und das zeigt sich bei der Punkteausbeute.»

«Ferrari hat alle Daten von Räikkönen. Sie konnten sich ein sehr klares Bild machen, was er dem Team bringt und war er am Lenkrad leisten kann. Ferrari hat sich die Frage gestellt – gibt es jemanden, der mehr bringt? Offenbar war die Antwort darauf nein.»

«Zudem spielte sicher auch eine Rolle, dass Kimi kein Pilot ist, der auf Konfrontationskurs geht. Die Harmonie in einem Rennstall spielt eine wichtige Rolle. Kimi schmeisst nicht wie ein verzogenes Kind die Spielsachen herum, wenn es nicht nach seinem Geschmack läuft. Was intern geregelt werden muss, das bleibt auch intern.»

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