Toto Wolff: «Ich bin nicht der Weihnachtsmann!»

Von Andreas Reiners
Formel 1
Toto Wolff

Toto Wolff

Lewis Hamilton ist für sein extravagantes Privatleben bekannt. Der Brite kann sich diesen Lebensstil problemlos gönnen. Solange die Leistung bei Mercedes stimmt.

Lewis Hamilton ausgelassen feiernd auf Barbados. Der Brite posierend auf den Roten Teppichen dieser Welt, auf Snapchat, Twitter, Instagram. Aktuell ist der Weltmeister offenbar in New York unterwegs.

Alles kombiniert mit einem Image als tattooverzierter PS-Rapper: Hamilton genießt ganz offensichtlich das Leben, immer auf der Suche nach einem neuen Kick. Angebliche Frauengeschichten kommen seit der Trennung von Nicole Scherzinger da ganz automatisch.

Für Mercedes ist das Glamour-Privatleben des dreimaligen Champions kein Problem. Die Verantwortlichen lassen Hamilton, den wohl letzten Rockstar der Formel 1, machen. Der 31-Jährige schaffte es in diesem Jahr zum Beispiel unter anderem in die Top 100 der einflussreichsten Menschen, gekürt durch das renommierte Time Magazine. Es gibt nicht wenige, die unken, dass die Formel 1 ohne eine schillernde Figur wie Hamilton noch langweiliger wäre.

Die Vorgabe: Solange die Leistung stimmt, ist alles in Ordnung. «Solange er als Fahrer am Wochenende funktioniert und Ergebnisse liefert, mischen wir uns nicht in das Privatleben eines Fahrers ein. Jeder kann Freunde im dem sozialen Umfeld haben, das er wählt», sagte Motorsportchef Toto Wolff.

Das gilt sowohl für die Fahrer als auch alle anderen Mitglieder des Teams. Und die vergangenen Jahre mit zwei Fahrer- und Konstrukteurstitel haben gezeigt, dass die Vorgehensweise funktioniert. «Ist das ein Rezept für die Zukunft? Keine Ahnung», so Wolff weiter. Als Hamilton zu Saisonbeginn aus diversen Gründen schwächelte, wurde die Kritik an seinem Privatleben sehr schnell laut. Logischerweise schneller als bei Rosberg, der Familienmensch statt Partytier ist.

Das alles bedeutet nun aber nicht, dass man bei Mercedes Hamilton an der langen Leine lässt, um ihn bei Laune zu halten. Das sei nicht seine Rolle, so Wolff: «Es geht darum, alle im Team in einer guten Stellung zu halten und ein Gerüst zu bieten, dass es möglich macht, Top-Resultate zu liefern – und der Fahrer ist ein großer Teil davon», sagte Wolff. Heißt: «Abwägen, was die Arbeitsweise des Fahrers gut funktionieren lässt ist ein wichtiger Teil – ich bin aber nicht der Weihnachtsmann», scherzte Wolff.

Bei Laune hält Hamilton natürlich derzeit der Blick auf den WM-Stand. Aktuell hat der Titelverteidiger 19 Punkte Vorsprung vor Rosberg. Wolff glaubt an den Deutschen. Glaubt daran, dass der das Ruder noch herumreißen kann. «Das ist weniger als ein Rennsieg. Und Nico ist super im Qualifying. Beide sind auf demselben Level.» Ist Rosberg denn bereit für den großen Wurf? Wolff: «Ohne Zweifel.»

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