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Buemi: Von Platz drei geträumt, von zwei enttäuscht

Von Gerhard Kuntschik
Sébastien Buemi

Sébastien Buemi

Gemischte Gefühle, die ist man bei Sébastien Buemi ja mittlerweile gewohnt. Er war eigentlich der Mann des Wochenendes in Brooklyn, mit dem Start-Ziel-Sieg am Samstag und dem dritten Rang am Sonntag.

Das alles brachte ihm noch den zweiten Endrang in der ABB Formel E hinter dem nunmehrigen Doppelchamp Jean-Éric Vergne – was wenige, inklusive dem Westschweizer selbst, erwartet hätten.

«Wir kamen nach New York, um Mitch Evans im Kampf um den dritten Rang zu schlagen«, erzählte Buemi. Dass es dann der erste Sieg für Nissan e-dams und der Vize-WM-Titel wurde, «das war überhaupt nicht zu erwarten.»

Aber: Wer sonst kann sagen, innerhalb von vier Wochen einen WM-Titel (auf der Langstrecke) und einen Vizetitel (bei den Elektrischen) gewonnen zu haben?

Und Buemi ergänzt sofort: «Und dabei noch le Mans gewonnen zu haben!» Ja, eigentlich sei er super happy, aber ins Grübeln gerät er doch: «Wenn ich zurückdenke, wie viele Punkte wir liegenließen, weil ich wirklich Pech hatte, weil das ohne meine Schuld passierte, dann sind die 17 Punkte Rückstand auf den Champion eigentlich ärgerlich.»

Doch die nächste Sorge des wohl einzigen Piloten, der bei drei japanischen Herstellern im Sold steht (Nissan – Formel E, Toyota – WEC, Honda – Red-Bull-Simulatorarbeit), scheint geringer zu werden: Buemi will erfahren haben, dass sich die angekündigten Kalender von WEC und FE noch ändern werden und damit zumindest zwei von drei Terminkollisionen entfielen, was seine Zukunftsplanung vereinfachen würde.

Denn verzichten will der 30-Jährige weder auf die Formel E noch das WEC.


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