Erwan Nigon: Erstes Kawasaki-BMW-Duell in Andalusien

Von Esther Babel
IDM Superbike
Kurt Stückle mit Erwan Nigon (v.li.), Leder und Lackierung fehlt noch

Kurt Stückle mit Erwan Nigon (v.li.), Leder und Lackierung fehlt noch

Zum Test mit seiner ZX10-R vom Team Weber Motors fuhr der Langstrecken-Spezialist nach Spanien. Dort lernte der IDM-Meister aus dem Jahr 2012 auch gleich die Konkurrenz aus der Ukraine und aus Schleiz kennen.

Da hatte sich der französische IDM-Rückkehrer vom Team Kawasaki Weber Motos mit den BMW-Piloten Ilya Mikhalchik, dem Meister des Vorjahres, und Julian Puffe, dem Dritten aus 2018, gleich die richtigen Sparrings-Partner für seinen ersten Test mit der ZX10-R rausgesucht. Nigon, der auch in der Langstrecken-Weltmeisterschaft mit einer Kawasaki unterwegs ist, war mit Techniker Kurt Stückle und dessen Elektronik-Kollege Francois Brucker auf den Andalucia Circuit nach Spanien gereist, um sich beim unter der Regie von IDM-Teamchef Werner Daemen und seiner Motorsportschool Zolder organisiertem Training mit seiner neuen Konkurrenz und der IDM-Kawa anzufreunden.

Teamchef Emil Weber, der in diesem Jahr 30-jährges Firmenjubiläum feiert und mehr als ausgelastet ist, verfolgte das Training von seiner Schweizer Heimat aus. «Das Teamwork muss super geklappt haben», berichtet er, «ich habe von allen Beteiligten nur Lobeshymnen gehört. Am ersten Tag hatten wir natürlich viel Arbeit mit dem ganz neuen Motorrad. Ab dem dritten Tag waren die Jungs dann schon auf einem guten Weg in Richtung Basis-Set-up.»

Der Kawasaki-Truppe ist klar, dass sie es mit den BWM-Jungs und den flotten Yamaha-Piloten in der IDM-Saison zu tun kriegen werden. «Natürlich haben wir zum jetzigen Zeitpunkt noch unsere Baustellen, bevor wir ein perfektes Gesamtpaket beisammenhaben», offenbart Weber. «Die Abstimmung der Elektronik wird wohl unsere größte Herausforderung werden. Wir kümmern uns um das gleiche Thema wie schon in der Vergangenheit. Wir wollen das Motorrad für Nigon fahrbarer machen.» Obwohl die Bedingungen in Spanien auf Grund des Wetters und des starken Windes nicht immer ganz einfach waren, waren Mikhalchik und Co doch ein guter Anhaltspunkt.

«Die BMW sind sicher das Maß der Dinge», gibt Weber zu. «Aber es nicht so, dass wir auf verlorenem Posten stehen. Wir sind schon jetzt besser aufgestellt als noch Ende letzten Jahres. Erwan ist top-motiviert, das Team arbeitet gut zusammen. Wir müssen jetzt eben dran bleibe und die Fleißarbeit erledigen.»

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