Toni Finsterbusch: Mit 99 Punkten in die IDM-Pause

Von Esther Babel
IDM Superbike
Toni Finsterbusch

Toni Finsterbusch

Traditionell fand das Finale der auf dem Hockenheimring statt. Das Team Suzuki Mayer aus dem bayrischen Passau reiste mit Toni Finsterbusch an die badische Strecke. Die Suche nach Grip war nicht von Erfolg gekrönt.

Am Freitag war Dauerregen angesagt. Keinen Meter konnte der Sachse im Trockenen fahren. Dafür musste er dann gleich am Samstagmorgen mit einer noch nicht ganz ausgetüftelten Abstimmung in das erste Qualifying. Wie die meisten seiner Kollegen hoffte auch Finsterbusch auf bessere Bedingungen am Nachmittag. Das bestätigte auch Teamchef Thomas Mayer. «Das erste Training wurde dann auch noch mit der roten Flagge unterbrochen», erklärte er. «Wir haben Reifen für den Nachmittag aufgespart.» So wirklich aufgegangen ist der Plan im zweiten Training, das für Finsterbusch mit Startplatz 14 endete, dann nicht.

«Ich dachte», schildert er, «ich hätte mit dem weicheren Reifen etwas mehr Grip. Ich hatte viel Wheelspin und das Feeling an sich war nicht so bombastisch, da konnte ich den fehlenden Grip auch nicht irgendwie anderweitig ausgleichen.»

Die Taktik vor dem ersten Rennen war klar. «Einen guten Start hinlegen», so Finsterbusch, «und in Hockenheim kann man in Turn 2 und in Turn 4 versuchen, ein paar Plätze gutzumachen.» So richtig rund lief es dann nicht. Der Grip wollte sich einfach nicht einstellen. Ein Problem, mit dem Finsterbusch nicht allein war. «Vor einer Wochen fand auf dem Hockenheimring noch ein Autorennen statt, bei dem viel Gummi auf der Strecke blieb», erklärt Thomas Mayer. «Mit dem mangelnden Grip hatte am Wochenende wohl jeder zu kämpfen. Mit der Suzuki merkt man das beim Blick auf Kollegen und Konkurrenten wohl noch etwas mehr. Wir haben versucht, das mit der Fahrwerkseinstellung und auch mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln bei der Elektronik auszugleichen.»

Nach Platz 11 im ersten sprang im zweiten Rennen trotz einer nervenaufreibenden Startaufstellung noch der neunte Platz heraus. Vor dem Rennen hatte es noch geregnet, zur Startaufstellung trocknete es aber bereits wieder ab und es begann hektisches Reifenwechseln. «Die Zeit war knapp», so Mayer. «Und es wurde nicht angezeigt, wie lange genau sich der Start verzögerte. Daher war Toni dann mit einem halben Regen-Set-up unterwegs. Die Reifen haben wir natürlich wie alle anderen auch gewechselt, aber die Federn vorne sind geblieben. Da wäre eine Änderung zeitlich zu riskant gewesen.»

Insgesamt sammelten Toni Finsterbusch und das Team Suzuki Mayer 99 Punkte und belegten am Ende der Saison 2019 den achten Gesamtrang. Bevor Pläne für eine mögliche Saison 2020 geschmiedet werden, gönnt sich das Team um Werner und Thomas Mayer erst einmal eine verdiente Rennsport-Pause.

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