Schlosser/Hofer (LCR Suzuki) dominieren IDM weiter

Von Rudi Hagen
IDM Seitenwagen
Markus Schlosser/Thomas Hofer sind bei allen Bedingungen Spitze, auch wie hier im Qualifying in Assen

Markus Schlosser/Thomas Hofer sind bei allen Bedingungen Spitze, auch wie hier im Qualifying in Assen

Die Schweizer Markus Schlosser/Thomas Hofer gewannen beide Sidecar-Rennen auf dem TT Circuit Assen. Sie führen vor den letzten vier Läufen mit 195 Punkten vor den Niederländern Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (125)

Die IDM Sidecar in Assen war ein voller Erfolg. 27 Teams hatten gemeldet, davon hatte Gaststarter Tim Reeves (GB) nur einen Motor dabei und der ging ihm im Training ein. Alle Reparaturen halfen nichts, der mehrfache Weltmeister konnte bei beiden Rennen nur zuschauen.

Die beiden Rennen der IDM Seitenwagen waren sehr gut anzuschauen. Nachdem die Niederländer Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen auf ihrer Heimbahn schon im Samstagrennen alles versucht hatten, die IDM-Leader Markus Schlosser/Thomas Hofer von Platz 1 zu verdrängen, gab es den sehenswerten Zweikampf zwischen diesen beiden Teams auch am Sonntag zu sehen.

Am Ende war es wie am Vortag. Die Schweizer fuhren vorneweg und bauten ihren Vorsprung vor Streuer/Daalhuizen auf 70 Punkte aus. Bei vier noch ausstehenden Rennen ist das zwar sehr viel, aber «durch» sind Schlosser/Hofer damit noch nicht. Speedweek.com sprach mit Markus Schlosser.

Glückwunsch Markus zu den beiden Siegen in Assen. Kann man auch schon zur Meisterschaft gratulieren?

Danke vielmals, aber durch sind wir noch nicht, denn wir haben ja noch vier Rennen vor der Brust. Der Streuer ist schon sehr gut gefahren und die Zweikämpfe vor allem am Samstag waren sehr interessant. Wir hatten auch am Sonntag eine hohe Pace, konnten aber von vorne nicht wirklich kontrollieren. Wenn wir in Oschersleben noch einmal gewinnen, sieht es gut aus für uns.

Das Sidecarfeld war in Assen gut, oder?

Ja, das war ein tolles Feld mit so vielen Sidecars, es waren auch einige meiner Landsleute da, die haben hinterher gemeint, das Beste am Wochenende wären die Rennen der Sidecars gewesen.

Vor der Saison hast du mir von den Schwierigkeiten erzählt, ein ausreichendes Budget für den Sport zu finden und entsprechende Sponsoren ausfindig zu machen. Jetzt bist du mit deinem Beifahrer Thomas Hofer bei der IDM dabei. Es scheint also alles geklappt zu haben oder nicht?

Nein, nicht wirklich. Thomas und ich finanzieren alles aus dem eigenen Portemonnaie und fahren auf kleinster Sparflamme. Es ist wirklich sehr schwierig Sponsoren zu finden. Ich hatte die Hoffnung, dass durch unsere guten Leistungen Sponsoren auf uns aufmerksam werden, aber ich habe bis jetzt nicht die richtigen Leute gefunden. Ich gebe aber auch zu, dass das einzige, in dem ich richtig schlecht bin, das Sponsoring und die Eigenwerbung ist.

Aber die Schweiz ist doch ein reiches Land, da müssten sich doch Leistungen, wie ihr sie zeigt, irgendwie rentieren?

Ja das denkst du, ist aber nicht so. Bei uns gibt es auch potente Leute, die für den Seitenwagensport sind, ich bin bei denen aber nie wirklich erwähnt worden. Ich habe keine eigene Familie, ich stecke alles was ich habe in den Rennsport. So könnte es mir auch nicht passieren, bei einem Rennen ohne zweiten Motor dazustehen, ich hätte immer einen Reservemotor dabei.

In der WM sind seit dieser Saison Motoren bis 600 ccm Pflicht. Was hälst du davon?

Nichts, das ist der falsche Weg. Ich bin tendenziell nicht gegen Neues, aber wir werden sehen, dass die ganze Sache teurer werden wird, das betrifft das Fahrwerk, den Motor und auch die Reifen. Die finanzielle Spirale wird aufwärts gehen. Und dann kommt dazu, dass die Motorräder mit 600 ccm nicht einfach zu fahren sind. Ich habe mit Beifahrern gesprochen, die sagen, dass sie jetzt mehr Stress in den Kurven haben als mit den 1000ern.

Die Birchall-Brüder sind damit aber bestens unterwegs, nicht wahr?

Natürlich sind sie das. Sie sind ja auch von ihrem Gewicht her für die 600er prädestiniert. Für Männer wie mich mit 80 kg sind die Dinger schwierig.

Ergebnisse Rennen 2 Assen/NL:

1. Markus Schlosser/Thomas Hofer (CH)
2. Bennie Streuer/Gerard Daalhuizen (NL), 8.674 sec
3. André Kretzer/Manfred Wechselberger (D/A), 31.488
4. Mike Roscher/Anna Burkard (D/CH), 41.253
5. John Holden/Mark Wilkes (GB), 45.412
6. Uwe Gürck/Jeroen Schmitz (D/NL), 47.338
7. Kees Endeveld/Jeroen Remmé (NL), 55.003
8. Jakob Rutz/Marcel Fries (CH), 1:11.920 min
9. Christian Ruppert/Ueli Wäfler (D/CH), 1:22.331
10. Michael Ouger/Vincent Peugeot (F), 1:26.081
11. Hilbert Talens/Remco Moes (NL), 1:26.333
12. Pascal Pfaucht/Michael Prudlik (D), 1:28.821
13. Wout Vermeule/Erwin Rijk (NL), 1 Runde
14. Dieter Eilers/Roman Gröbner (D), 1:17.859
15. Helmut Lingen/Björn Bosch (D), 1 Runde
16. Manuel Hirschi/Sandra Roth (CH), 1 Runde
17. Phillip Croft/Jarno Bonins (GB/NL), 1 Runde
18. Alein de Muynck/Frank Claeys (B), 1 Runde
19. Rogier Weekers/Miranda Louwes (NL), 2 Runden
20. Jord Klok/Gerrit Garrelsen (NL), 2 Runden
Nicht klassifiziert:
John Smits/Gunter Verbrugge (NL/B), 11 Runden
Janos Remse/Robbie Shorter (SLO/NZL), 5
Wiggert Kranenburg/Jermaine van Middegaal (NL), 3
Peter Schröder/Denise Werth (CH/D), 2

Top 10 IDM Sidecar, Stand nach 8 von 12 Rennen:

1. Schlosser/Hofer (CH), 195 Punkte
2. Streuer/Daalhuizen (NL), 125
3. Kretzer/Wechselberger (D/A), 117
4. Schröder/Werth (CH/D), 75
5. Smits/Verbrugge (NL), 68
6. Roscher/Burkard (D/CH), 64
7. Ruppert/Wäfler (D/CH), 63
8. Pfaucht/Prudlik (D), 53
9. Rutz/Fries (CH), 51
10. Sattler/Neubert (D), 45

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