6h Watkins Glen: Acura und die LMP2 zunächst in Front

Von Oliver Müller
IMSA

Beim IMSA-Klassiker im US-Bundesstaat New York können die beiden Acura DPi und die LMP2-Fahrzeuge von Ligier und Oreca vorerst das Geschehen an der Spitze des Feldes bestimmen. Ford dominiert in der GTLM-Klasse.

Das 6-Stunden-Rennen von Watkins Glen ist in vollem Gange. Insgesamt 42 Fahrzeuge sind beim IMSA-Klassiker am Start und bieten dabei sehenswerten Motorsport. Anders als in dieser Saison üblich, haben diesmal aber nicht nur die DPi-Wagen (Acura, Cadillac, Mazda und Nissan) Siegeschancen, sondern auch die Schar der LMP2 von Oreca und Ligier. Grund dafür sind kontinuierliche BoP-Anpassungen der Regelhüter sowie das Strecken-Layout von Watkins Glen, welches den Standard-LMP2 etwas entgegenkommt. Durch die ausgeglichenere Situation zwischen den beiden Fahrzeugkonzepten hat sich in den ersten beiden Rennstunden beim Klassiker von Watkins Glen an der Spitze des Feldes ein Vierkampf zwischen den beiden Acura DPi (Team Penske) und den LMP2 von United Autosports bzw. JDC-Miller Motorsports eingestellt.

Aber schon bevor die Motoren aufheulten gab es signifikante Entscheidungen. Denn der eigentlich für die Pole-Position qualifizierte Oreca LMP2 von CORE autosport musste vom Ende des Prototypen-Feldes losfahren. Grund dafür war die Idee des Teams, Jonathan Bennett anstatt von Colin Braun das 6h-Rennen beginnen zu lassen. Der langsamere Gentleman-Fahrer Bennett sollte gleich zu Beginn so viel Streckenzeit wie möglich bekommen, damit die beiden Profi-Teamkollegen Braun und Romain Dumas zum Rennende den CORE-Oreca wieder nach vorne fahren können. Der Fahrerwechsel brach jedoch die IMSA-Regel, nach welcher der Quali-Fahrer das Rennen auch beginnen muss. 

Als es dann tatsächlich losging, schnappte sich Dane Cameron im Acura DPi schon in der ersten Kurve die Führung von Paul di Resta (United-Autosports-Ligier), der die Pole-Position von CORE autosport geerbt hatte. Wenige Meter später gab es dann schon den ersten Zwischenfall. Tristan Vautier kam im Cadillac DPi von Spirit of Daytona Racing in den Esses leicht ins Schlingern. Scott Sharp erschrak im Nissan DPi und crashte in den sich drehenden Cadillac. Dabei beschädigte er die Fahrzeugfront, welche in der Box getauscht werden musste. Für den Cadillac hatte die Situation noch weitere Folgen. Da Vautier noch bei geschlossener Boxengasse zum Service kam, musste er im Anschluss eine 60 sekündige Stop&Go-Strafe absitzen. Auch der Nissan bekam noch eine zehnsekündige Strafe, da beim fälligen Reparaturstopp unter Safety-Car-Bedingungen auch regelwidrig nachgetankt wurde.

Im weiteren Rennverlauf setzte sich Cameron an der Spitze des Feldes zunächst leicht ab. Hinter dem Ligier von DTM-Star di Resta nistete sich der zweite Acura und Ricky Taylor ein. Dahinter folgten der Ligier von Gustavo Yacaman (AFS/PR1 Mathiasen Motorsports) und die beiden Oreca von JDC-Miller Motorsports. Doch Stephen Simpson wollte sich im JDC-Oreca nicht mit seiner Position abfinden und stürmte später bis auf den zweiten Platz nach vorne.

Erst bei den Boxenstopps kam wieder etwas Änderung ins Feld an der Spitze. Ricky Taylor holte sich dabei den dritten Platz vom United-Autosports-Ligier, den Phil Hanson mittlerweile übernommen hatte. Beim nächsten Stopp schnappte sich der Penske-Pilot dann schließlich auch den JDC-Oreca, in welchem Misha Goikhberg die Lenkradarbeit zugeteilt bekam. Nach und nach setzten sich die Acura schließlich vorne etwas ab. Doch die LMP2 werden im weiteren Rennverlauf noch eine entscheidende Rolle spielen können.

In der GTLM-Klasse bestimmten die beiden Ford zunächst das Geschehen. Die amerikanischen Flundern setzten sich kontinuierlich von den Corvette C7.R und den Porsche 911 RSR ab. Die BMW M8 GTE mussten zu den sechs genannten Klassen-Konkurrenten etwas abreißen lassen, da sie den Speed nicht mitgehen konnten. Nachdem die ersten Boxenstopps während einer Gelbphase absolviert wurden, blieben zumindest die Ford, Porsche und Corvette dicht beieinander. Im weiteren Rennverlauf wird es hier einen spannenden Fight um den Klassensieg geben.

Stand nach knapp zwei Rennstunden

1. Cameron/Montoya (Acura)
2. Castroneves/Taylor (Acura)
3. Goikhberg/Simpson/Miller (Oreca)
4. Hanson/Senna/di Resta (Ligier)
5. van der Zande/Taylor (Cadillac)

GTLM-Klasse
1. Briscoe/Westbrook (Ford)
2. Hand/Müller (Ford)
3. Tandy/Pilet (Porsche)
4. Vanthoor/Bamber (Porsche)
5. Gavin/Milner (Corvette)

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