Ohne Prototypen: Mächtig GT-Action im engen Lime Rock

Von Oliver Müller
IMSA
Die Porsche 911 RSR fuhren dem Feld in Lime Rock 2017 davon

Die Porsche 911 RSR fuhren dem Feld in Lime Rock 2017 davon

Wenn die amerikanische IMSA-Serie am Wochenende in Lime Rock gastiert, fehlen die DPi/LMP2-Fahrzeuge. Somit werden die GTLM-Renner von BMW, Corvette, Ford und Porsche den Gesamtsieg unter sich ausmachen.

Die amerikanische IMSA-Serie hat ein Konzept, welches in Europa nur selten Verwendung findet. Die drei Klassen Prototype (DPi/LMP2), GTLM (GTE) und GTD (GT3) sind nicht bei allen Saisonstationen mit von der Partie. Somit hat das Feld immer wieder mal ein anderes Gesicht. Beim kommenden Rennen im Lime Rock Park (Bundesstaat Connecticut) pausieren nun erstmals in diesem Jahr die großen Prototypen, was die GT-Renner um den Gesamtsieg fahren lässt. Dieselbe Konstellation ergibt sich nochmals Mitte August auf dem Virginia International Raceway. Insgesamt 19 Fahrzeuge sind auf der engen Strecke in Lime Rock mit dabei. Der nur 2,448 Kilometer lange Kurs verfügt über sechs Rechts- und eine Linkskurve. Überholen gilt dort als äußerst schwierig.

Für das Porsche-Werksteam ist Lime Rock ein ganz spezielles Rennen. Denn dort gelang im Vorjahr der weltweit erste Sieg mit Mittelmotor-911-RSR. «Diesen Erfolg würden wir gerne wiederholen. Nach der starken Performance bei den Rennen in Watkins Glen und Bowmanville gehen wir jetzt auch in Lime Rock bestens vorbereitet und sehr zuversichtlich an den Start», blickt Motorsport-Chef Dr. Frank-Steffen Walliser voraus. Besetzt sind die Weissacher Boliden wieder mit Patrick Pilet/Nick Tandy sowie Laurens Vanthoor/Earl Bamber.

Als Meisterschaftsführender reist Ford in den Nordosten der USA. «Ich freue mich sehr auf Lime Rock, denn es ist eine andere Art von Rennen. Es ist voller Strategie. Gleichzeitig versuche ich, all das Momentum zu nutzen, das wir in den letzten Wochen aufgebaut haben - einschließlich des Podiums in Le Mans, des Sieges in Watkins Glen und des Triumphes unserer Teamkollegen in Kanada», meint Werksfahrer Dirk Müller, der sich einen Ford mit Joey Hand teilt. Der zweite GT wird wie üblich von Ryan Briscoe und Richard Westbrook gelenkt.

Corvette möchte in Lime Rock endlich den einhundertsten Sieg in Nordamerika mit dem aktuellen Rennprogramm schaffen (durch acht Le-Mans-Klassensiege sind es weltweit bereits 107 Triumphe). Oliver Gavin/Tommy Milner sowie Jan Magnussen/Antonio García sitzen wieder in den beiden gelben US-Muscle-Cars. «Lime Rock ist anders als jede andere IMSA-Strecke. Es ist eine sehr kurze Runde, aber in diesen 50 Sekunden kann viel passieren. In vielerlei Hinsicht ist es eines der schwierigeren Rennen, die wir in dieser Saison bestreiten werden», so García.

Abgerundet wird die GTLM-Klasse von den beiden BMW M8 GTE. Nach zuletzt durchwachsenen Ergebnissen haben die bayrischen Boliden für Lime Rock etwas mehr Motorleistung über eine neue BoP-Einstunfung zugesprochen bekommen. Mit Jesse Krohn/John Edwards sowie Alexander Sims/Connor de Phillippi sind die BMW wieder stark besetzt. Zu den GTLM-Rennern gesellen sich noch insgesamt elf GTD-Wagen (jeweils zwei Acura NSX GT3, Lexus RC F GT3 und Porsche 911 GT3 R sowie ein Audi R8 LMS GT3, BMW M6 GT3, Ferrari 488 GT3, Lamborghini Huracán GT3 bzw. Mercedes-AMG GT3). Hier die komplette vorläufige Entrylist.

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