Weltmeister-Team im Hintertreffen: Lästige Probleme bremsten McLaren
Beim Shakedown-Test in Barcelona konnte das Weltmeister-Team von McLaren nicht die erwartete Anzahl an Runden drehen. Das lag nicht nur am späten Test-Start, wie Technikchef Neil Houldey betont.
Während das Mercedes-Duo George Russell und Kimi Antonelli beim Shakedown-Test den Circuit de Barcelona-Catalunya insgesamt 500 Mal umrundeten, kam das McLaren-Duo Lando Norris und Oscar Piastri nur auf 291 Umläufe. Die legten der Weltmeister und sein australischer Teamkollege fast 1000 km weniger zurück als die Sternfahrer.
Engineering-Technikchef Neil Houldey sagte dazu: «Das war ein langer Test. Für uns begann der Shakedown mit dem Prüfstand-Einsatz in Österreich, wo wir das ganze Auto getestet haben. Von dort gingen wir direkt nach Barcelona. Die ersten beiden Tage nutzten wir, um das Auto vorzubereiten, und deshalb hatten wir vielleicht das Gefühl, dass wir etwas im Hintertreffen waren.»
«Am ersten und zweiten Tag konnten wir nicht die Kilometer zurücklegen, die wir uns gewünscht hatten. Kleine, nervige Probleme sorgten dafür, dass wir unverhältnismässig viel Streckenzeit einbüssten», schilderte der Ingenieur. «Am letzten Tag hatten wir dann aber beide Fahrer im Einsatz und beide konnten viele Runden drehen, ohne dass irgendein Problem aufgetaucht ist. Deshalb sind wir nach diesen langen Tagen auch zufrieden mit dem Ergebnis», beteuert er.
Kleine, nervige Probleme sorgten dafür, dass wir unverhältnismässig viel Streckenzeit einbüssten.
Engineering-Technikchef Neil Houldey
Die Arbeit am MCL40 begann bereits 2024. «Während die Regeln ausgearbeitet wurden, kam eine kleine Gruppe von Designern, Aerodynamikern und Performance-Ingenieuren zusammen, arbeitete an dem Projekt und bereitete sich auf den ersten oder zweiten Januar vor, an dem wir den Regeln entsprechend auch den Windkanal und die CFD-Berechnungen nutzen konnten», erinnert sich Houldey.
Mit dem Ergebnis sei man zufrieden, betonte der Brite. «Von diesem Zeitpunkt an ging es darum, die Prioritäten für das Auto von 2025 mit denen für das Auto von 2026 in Einklang zu bringen, und nach und nach arbeiteten immer mehr Leute an dem Projekt. Ich glaube, alle sind ziemlich zufrieden mit dem Auto, das durch diese harten Arbeit entstanden ist.»
Beim anstehenden Test in Bahrain will das Team mehr Streckenzeit nutzen. «Wir wollen dort mit einem schnelleren und zuverlässigeren Auto loslegen», gibt Houldey das Ziel vor.
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