Timo Bernhard: «Mal schauen, ob mir DPi Spaß macht»

Von Martina Müller
IMSA
SPEEDWEEK.com unterhielt sich mit Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard über seinen anstehenden Gastauftritt beim Petit Le Mans. Dort wird der Porsche-Werksfahrer in einem Nissan DPi um den Gesamtsieg kämpfen.

Seit einigen Wochen ist bekannt, dass Sportwagen-Weltmeister Timo Bernhard das Finale der amerikanischen IMSA-Serie bestreiten wird. Beim sogenannten 'Petit Le Mans' in Road Atlanta (13. Oktober) steuert er einen Nissan DPi an der Seite von Johannes van Overbeek und Pipo Derani. «Ich hatte schon Anfang des Jahres einige Anfragen für die Endurance-Rennen der IMSA in Bezug auf DPi oder LMP2. Ich wusste damals jedoch schon, dass ich das GT3-Programm mit meinem eigenen Team haben werde - genauso wie den Einsatz in Le Mans im Werks-911 RSR und das Projekt mit dem 919 Hybrid Evo. Da wir auch noch Nachwuchs erwarteten, hatte ich mich seinerzeit aber dagegen entschieden. Als dann der Clash zwischen dem WEC-Rennen in Fuji und dem Petit Le Mans bestätigt wurde, kamen sogar noch mehr Angebote aus dem IMSA-Umfeld. Das ESM-Team von Scott Sharp war einfach am schnellsten. Ich habe die Freigabe von Porsche für diesen Gaststart sofort bekommen. Deshalb konnte ich innerhalb von zwei Tagen alles klar machen», enthüllt Bernhard, wie der Deal für den Gastauftritt beim Petit Le Mans zustande kam.

In der IMSA-Serie fahren die aus WEC/ELMS bekannten LMP2 gegen die amerikanisch stämmigen DPi (Daytona Prototype international) den Gesamtsieg untereinander aus. Neben Nissan treten dort auch Acura, Cadillac und Mazda mit eigenen DPi-Versionen an. «Obwohl ich nicht genau weiß, was mich dieses Jahr erwartet, freue ich freue mich auf den Start. Ich bin acht Jahre mit verschiedenen Porsche GT- und LMP2-Fahrzeugen in der ALMS gefahren und bestreite jetzt mein zehntes Petit Le Mans. Somit ist der Einsatz sogar ein kleines Jubiläum», strahlt Bernhard, der den 4,09 Kilometer langen FIA-Grade-2-Kurs seit jeher liebt.

Bernhard wird beim Petit Le Mans quasi ins kalte Wasser geschmissen. Denn er ist den DPi, der mit dem 3.8L-V6-Turbomotor aus dem GT3-Nissan ausgestattet ist, bislang noch nicht gefahren und wird im Vorfeld auch keine Testmöglichkeit erhalten. «Grundsätzlich habe ich aber genügend Prototypen-Erfahrung. Wahrscheinlich ist das Feeling dafür noch mindestens genauso präsent, wie das im GT-Porsche», ist er zuversichtlich, schnell auf ein gutes Performance-Level zu kommen.

«Auch wenn ich noch nie einen DPi-Prototypen gefahren, kann ich jetzt schon eines sagen: Nichts kann so komplex sein wie ein LMP1-Hybrid. Deswegen werde ich diese Herausforderung wohl auch problemlos meistern können», grinst er mit Rückblick auf den Porsche 919, mit welchem er 2015 und 2017 den Titel in der Sportwagen-WM holte und 2017 auch bei den großen 24 Stunden von Le Mans triumphierte.

Und auch weitere Auftritte im DPi schließt der Sportwagen-Superstar nicht aus. «Vielleicht wäre es eine Möglichkeit, im nächsten Jahr die Endurance-Rennen der IMSA in einem DPi zu fahren, sofern dies nicht mit meinem Hauptprogramm bei Porsche kollidiert und ich die Freigabe erhalte. Ich muss jedoch erst einmal abwarten, ob mir das überhaupt Spaß macht. Beim Petit Le Mans bekomme ich dann auch ein besseres Bild, über die jeweiligen Qualitäten der unterschiedlichen DPi-Modelle», gibt er einen Einblick in seine Überlegungen.

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