Vor dem grossen Finale

Von Philipp Wyss
Indy Car
Briscoe, Dixon, Franchitti (vl.) – wer feiert nach Homestead

Briscoe, Dixon, Franchitti (vl.) – wer feiert nach Homestead

Für Dixon, Franchitti und Briscoe ist das Rennen des Jahres eines wie jedes andere auch.

Scott Dixon führt die IndyCar-Meisterschaft vor dem letzten Rennen auf dem Homestead-Miami Speedway mit fünf Punkten vor Ganassi-Teamkollege Dario Franchitti sowie deren acht vor Penske-Pilot Ryan Briscoe an. Es handelt sich somit um das zweitengste Drei-Mann-Finale der IndyCar-Geschichte. Für Dixon und Franchitti ist die Ausgangslage klar: Gewinnt einer der beiden das Rennen, ist er Meister. Ryan Briscoe reicht ein Sieg nur dann nicht, wenn Dixon den zweiten Platz belegen und die meisten Führungsrunden (zwei Bonuspunkte, einen weiteren gibt’s für die Pole-Position) hinlegen sollte. Dann wäre Punktegleichstand, mit dem besseren Ende für Dixon aufgrund dessen fünf Saisonsiegen. Briscoe käme mit einem Erfolg in Homestead auf deren vier.

Trotzdem wollen sich die drei Top-Piloten der Saison 2009 vor dem Finale nicht verrückt machen lassen, und schon gar nicht für das Rennen selber. Dieses wollen der Neuseeländer, der Schotte und der Australier in gewohnter Manier angehen. Dixon: «Für uns wird das ein ganz normales Rennweekend sein. Wenn du jetzt versuchen würdest, etwas an deiner Strategie zu ändern, oder an der Art du Weise, an das Rennen heranzugehen, dürfte das Einfluss auf den Ausgang des Rennens und somit auch der Meisterschaft haben – nicht unbedingt einen guten. Ich denke, wir müssen das Ganze so einfach wie möglich handhaben, uns nicht zuviel Druck aufladen und es einfach laufen lassen. Die Ausgangslage für die Meisterschaft ist schon belastend genug. Definitiv gut für die Fans, aber es wird ein brutaler Tag für uns Fahrer, mit einem sehr glücklichen Ende für einen von uns dreien. Es ist ein grosssartiger Shootout, welcher dieser Saison, in der 14 Mal die Leaderposition gewechselt hat, würdig ist. Am Samstagabend um sieben Uhr (Sonntagmorgen ein Uhr unsere Zeit) werden wir Bescheid wissen.»

Dario Franchitti sieht dies genau so: «Es ist ein Rennen wie jedes andere. Punkte aus den ersten Rennen zählen genau so viel wie Punkte aus dem letzten Rennen. Du fährst einfach raus und tust dein Bestes. Das Team tut dies auch. Wir alle werden uns auf dieses Rennen so vorbereiten, wie wir es die Rennen zuvor gemacht haben. Ich denke, wir drei sind alle sehr selbstbewusst, hatten alle eine gute Saison – jeder geht mit der Zuversicht ins Rennen, am Ende Meister zu sein. Es wird der sein, der es am Samstag am besten hinkriegt und auch ein bisschen Glück hat.»

«Ich denke, aus meiner Position wird der Unterschied zu den vergangenen Rennen sein, wie ich mich je nach Rangierung in den letzten Runden verhalten werde», so Briscoe. «Wenn Dario oder Scott vor mir sind, kann ich nicht einfach dahinter ins Ziel fahren und die Punkte mitnehmen. Für mich spielt es in diesem Fall keine Rolle, ob ich Zweiter oder Zehnter werde. Ich muss unbedingt vor Dario und Scott ins Ziel kommen.» Aber auch der Australier sieht keine Veranlassung, an der Vorbereitung auf das Rennen etwas zu ändern. «Das Team hat bei allen Rennen in dieser Saison einen grossartigen Job gemacht. Es gibt keinen Grund, daran etwas zu ändern.»

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