Wie in einem Entwicklungsland

Von Ivo Schützbach
In Marienbad will Speiser wieder Langbahn fahren

In Marienbad will Speiser wieder Langbahn fahren

Wenn alles glatt läuft, darf Richard Speiser schon nächste Woche das Krankenhaus in Murnau verlassen.

Nach seinem schweren Sturz in der Speedway-World-Team-Cup-Qualifikation in Terenzano wurde Richard Speiser links an der Hüfte operiert: ein Stück Knochen wurde entfernt, weil es zu flach war, um es wieder anzuschrauben. Das ausgerenkte Hüftgelenk und die Schulter links wurden bereits in Italien wieder an den rechten Platz gebracht. Über das italienische Gesundheitswesen hat der 22-Jährige nicht viel Gutes zu berichten: «Zwölf Stunden gab es im Krankenhaus keinen Strom, von Schmerzmitteln haben die noch nie etwas gehört. Mir kam es vor, als wäre ich in einem Entwicklungsland.»

Speiser wird die nächsten paar Wochen an Krücken laufen müssen. Wie lange er ausser Gefecht sein wird, ist schwierig abzuschätzen. Speiser: «Thomas Stange hatte letztes Jahr eine ähnliche Verletzung, er fuhr nach fünf Wochen wieder. In SPEEDWEEK habe ich gelesen, dass John Hopkins nach seinem Assen-Sturz in Salt Lake City an Pfingsten wieder fahren will. Deren Verletzungen sind meiner sehr ähnlich. Einige Ärzte haben mir aber auch gesagt, dass es drei Monate dauern wird. Generell verheilen Verletzungen bei mir sehr schnell. Und natürlich will ich bald möglichst wieder auf dem Bike sitzen. Ich werde aber auch auf meine Ärzte hören und nichts übertreiben.»

Persönliches Ziel von Speiser: die Teilnahme am ersten Langbahn-GP des Jahres am 20. Juni in Marienbad. «Damit ich wenigstens ein paar Punkte holen kann.»

Mental hat er den Sturz inzwischen verarbeitet: «Nach dem Wochenende war ich sehr deprimiert. Meinen Geburtstag habe ich in Italien im Krankenhaus gefeiert. Die letzten Tage habe ich aber über 200 Genesungswünsche bekommen, die mich wieder aufgebaut haben. Wenn ich aus Murnau raus bin, werde ich noch in Pfronten einen Schulter-Spezialisten aufsuchen. Er hat mich bereits letztes Jahr operiert. Ich glaube, dass meine Schulterverletzung gar nicht so schlimm ist.»

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