Drei Topfahrer fehlen im Challenge

Von Helge Pedersen
Langbahn-WM
Pech in Bielefeld: Paul Hurry

Pech in Bielefeld: Paul Hurry

Paul Hurry, Sirg Schützbach und Herbert Rudolph werden im GP-Challenge in Pfarrkirchen fehlen. Dafür sind zahlreiche Aussenseiter dabei.

Da nur noch wenige Veranstalter Interesse an der Langbahn-WM zeigen, in erster Linie aus Kostengründen, sind die Bahnen schon seit vielen Jahren höchst unterschiedlich. Das führt dazu, dass Quali-Läufe auf Bahnen wie in Aduard oder Bielefeld gefahren werden, im Grand Prix die Fahrer aber auf klassischen Langbahnen wie Marienbad oder Herxheim ran müssen.

Überragende Allrounder wie Multi-Weltmeister Gerd Riss gibt es so gut wie keine mehr. Kaum ein Fahrer ist heute noch auf einer 1000-Meter-Sandbahn genauso siegfähig wie auf einer 500-Meter-Grasbahn. Oder anders herum. Spezialisten haben sich herausgebildet.

Piloten wie Jérôme Lespinasse, Maxime Mazeau, Vladimir Trofimov oder Mark Stiekema, denen auf der 1000-Meter-Bahn in Pfarrkirchen kaum einer Qualifikationschancen für den GP einräumt, stehen im Challenge, Weltklasse-Sandbahnfahrer wie Paul Hurry, Sirg Schützbach oder Herbert Rudolph müssen aber zuschauen.

Wobei die drei Letztgenannten in erster Linie wegen Pechs nicht dabei sein werden. Hurry fiel in der WM-Quali Bielefeld in einem Vorlauf mit gerissenem Zahnriemen aus, dazu vermurkste der Engländer sein Halbfinale. Rudolph und Schützbach schieden verletzungsbedingt aus. Die drei werden damit auch 2010 nicht im Grand Prix vertreten sein, obwohl sie zweifellos dahin gehören.

«Ich bin jetzt 33 Jahre alt und diese sowie die nächste Saison sind verloren für mich», klagt Rudolph. «Deswegen muss ich nicht sterben. Als Sportler will man aber immer auf dem höchsten Niveau fahren.»

Schützbach sagt: «Ich habe mich noch nie so intensiv auf eine Saison vorbereitet, wie auf diese. Sandbahnfahren kann ich, für Bahnen wie Bielefeld musste ich aber zulegen. Und dann reisst mir schon im Training eine Sehne in der Schulter und ich kann nicht mal am Rennen teilnehmen. Niemand kann sich vorstellen, wie das ist, wenn man sieben Monate hart trainiert hat und dann war alles für die Katz.»
Ein Trostpflaster hat der Schwabe noch: «Das DM-Finale ist in Mühldorf, das EM-Finale in Berghaupten. Beides Bahnen, die mir liegen. Jetzt will ich natürlich bei diesen Rennen umso besser abschneiden.»

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