Aegerter: «Für einen Sportler schwer zu verkraften»

Von Mario Furli
MotoE
Dominique Aegerter vertreibt sich die Zeit mit Training und Wandern

Dominique Aegerter vertreibt sich die Zeit mit Training und Wandern

MotoE-Neuling Dominique Aegerter absolviert zwei Trainingseinheiten pro Tag und fiebert sehnsüchtig einem Saisonstart entgegen: «Eigentlich bin ich ‚ready‘, es fehlt nur noch ein neuer Rennkalender.»

Für Dominique Aegerter, der 2020 bekanntlich für das deutsche Dynavolt Intact GP Team den erst 2019 erstmals ausgetragenen MotoE-Weltcup bestreiten soll, verlief das erste Drittel des Jahres sehr ungewohnt. Anstatt auf Rennmaschinen um die Wette zu fahren, ist der 29-jährige Rohrbacher gezwungen, die Zeit zu Hause zu verbringen. Eine Abwechslung zum üblichen Fitnesstraining sind Wanderungen in der malerischen Landschaft seiner Heimat im Kanton Bern.

«Ich denke, diese Situation ist für jeden sehr überraschend gekommen. Für einen Sportler, der ständig im Training ist, ist es aber ungleich schwerer zu verkraften», seufzt Aegerter. «Zum Glück dürfen wir trotz der lokalen Beschränkungen in der Schweiz im Freien etwas machen. Das bringt zumindest etwas Abwechslung in den Tagesablauf. Auf jeden Fall steht bei mir zweimal pro Tag eine Trainingseinheit auf dem Programm, um mich körperlich fit zu halten. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Konditions-, Ausdauer- und Krafttraining. Hinzu kommen auch einige Gleichgewichtsübungen. Notgedrungen habe ich meinen Fitnessraum mit einigen neuen Geräten aufgebessert. Doch man kann auch viel mit dem Eigengewicht machen.»

«Draußen bin ich viel mit dem Rennrad, Mountainbike und beim Joggen unterwegs. Trotzdem kann ich es kaum mehr erwarten, endlich wieder auf ein Motorrad steigen zu können. Es sollte endlich eine Lockerung geben, sodass mit Motocross oder Supermoto ein Ausgleichstraining möglich ist», hofft der Schweizer. «Ansonsten fühle ich mich körperlich in bester Verfassung. Eigentlich bin ich ‚ready‘ für die neue Saison, es fehlt nur noch ein neuer Rennkalender. Leider musste der erste MotoE-Saisonlauf wegen der Absage von Assen erneut verschoben werden, auch Testfahrten für das Honda Superbike-Projekt sind momentan nicht möglich. Zumindest gibt es aber mittlerweile einen Hoffnungsschimmer, dass es im Sommer mit dem MotoE-Weltcup Cup wirklich losgehen könnte.»

WM-Promoter Dorna bestätigte heute erstmals offiziell, einen Neustart der Motorrad-WM für den 19. und 26. Juli in Jerez zu planen. Ob dann – wie ursprünglich beim Spanien-GP vorgesehen – auch der MotoE-Weltcup wieder ins Rollen kommt, ist aber noch fraglich. Denn das «closed door protocol», an dem die Dorna arbeitet, sieht ein stark reduziertes Fahrerlager vor.

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