Alzamora: «Alex Márquez weiß genau, wo er hin will»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Alex Márquez schaffte es in Katar auf das Moto2-Podest

Alex Márquez schaffte es in Katar auf das Moto2-Podest

Ex-Weltmeister Emilio Alzamora, der als Manager und Mentor der Márquez-Brüder tätig ist, sprach mit SPEEDWEEK.com über die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Brüder und die Karriereplanung von Alex Márquez.

Im ersten Moto2-Rennen der Saison 2018 in Katar erlebte Alex Márquez ein technisches Problem, das ihm den Kampf um den Sieg verbaute. Trotzdem rettete er sich als Dritter ins Ziel und betrieb so Schadensbegrenzung. Márquez soll 2018 den Moto2-Titel für Marc VDS holen.

Der jüngere Bruder von MotoGP-Star Marc Márquez zu sein, bedeutet zusätzlichen Druck für Alex. «Sie sind schon recht unterschiedlich. Marc und Alex sind nicht nur von ihrer Persönlichkeit her verschieden. Auch ihr Fahrstil unterscheidet sich deutlich», betont Ex-Weltmeister Emilio Alzamora, der als Manager und Mentor der Brüder tätig ist. «Doch sie haben auch einige Punkte, die ähnlich sind. Sie sind beide sehr professionell und arbeiten intensiv. Sie kümmern sich um jeden Aspekt dieses Sports mit Hingabe. Alex hat großes Talent, aber einen sanfteren Fahrstil als Marc, er attackiert nicht so aggressiv. Ihr Stil ist unterschiedlich, aber ich bin mit Alex’ bisheriger Karriere sehr zufrieden.»

Alex Márquez feierte 2014 den Titelgewinn in der Moto3-Klasse, doch bisher gelang dem 21-Jährigen nicht so ein geradliniger Durchmarsch durch die GP-Klassen wie seinem Bruder. «Alex war Spanischer Meister, ‹Rookie of the Year› in der Moto3-Klasse und schließlich Weltmeister in dieser Kategorie. Er brauchte in der Moto2-Klasse mehr Zeit, um auf ein hohes Level zu kommen, aber 2017 hat er einen großen Schritt nach vorne gemacht. Nun ist er bereit für den Kampf um den Titel», betont Alzamora. «Das ist eine sehr außergewöhnliche Situation, dass zwei Brüder so konkurrenzfähig sind. Ich habe Glück, dass ich mit ihnen arbeiten kann. Ich genieße die Arbeit mit beiden sehr.»

Alex betonte bereits vor dem Saisonstart, dass er den Moto2-Titel holen will, aber keinen Druck verspürt, danach sofort in die MotoGP-Klasse aufzusteigen. «Sicher ist es für Alex nicht einfach, der Bruder von Marc Márquez zu sein, aber er weiß genau, wo er hin will. Nicht jeder Fahrer ist gleich, nicht jede Karriere ist gleich. Manche brauchen mehr Zeit oder andere Voraussetzungen, um schnell zu sein. Ich arbeite viel mit Alex, damit er seine Ziele erreicht. Ich denke, wir sind auf einem guten Weg», meint der Manager.

Márquez’ Gegner Francesco Bagnaia sicherte sich bereits einen MotoGP-Deal und wird 2019 für Pramac-Ducati antreten. «Alex hat eine sehr gute Ausgangsposition, denn er befindet sich im Moto2-Projekt von EG 0,0 Marc VDS. Derzeit fokussieren wir uns aber auf die Moto2-Klasse. Natürlich will Alex die Chance auf einen MotoGP-Aufstieg, aber dafür muss er bei den ersten Rennen sein Potenzial deutlich zeigen. Die Leute wissen, dass er 2017 Morbidelli und Lüthi herausfordern konnte. Doch er hatte auch einige Stürze. Das Ziel aller Fahrer ist die MotoGP-Klasse. Wir müssen abwarten», hielt sich Alzamora bedeckt.

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