SAG-Crew-Chief: «Jules Danilo muss noch viel lernen»

Von Jordi Gutiérrez
Moto2
Jules Danilo kam auch in Aragón nicht wirlklich in Schwung

Jules Danilo kam auch in Aragón nicht wirlklich in Schwung

Nach dem Rennwochenende im MotorLand Aragon blieb auch das Moto2-SAG-Racing-Team noch in Spanien, um zu testen. Alfred Willeke, Jules Danilos Crew-Chief, zog ein positives Resümee.

In Aragon kam Jules Danilo auf Platz 26 ins Ziel und holte, wie auch bei allen anderen Moto2-Rennen des Jahres 2018, keine Punkte. Das beste Saisonergebnis des Rookies war Rang 20 in Le Mans und am Red Bull Ring. Seit fünf Rennen hat der 23-jährige Franzose mit Alfred Willeke einen neuen Crew-Chief, nachdem sein Teamkollege Isaac Viñales zu Forward Racing gewechselt war.

Eine Weile sei es nicht ganz klar gewesen, wie es weitergehen würde, gab Willeke in Aragón zu. «Kurz vor dem Brünn-Grand-Prix hat das Team entschieden, dass ich erst einmal Jules bekomme. Damit war ich auch einverstanden und habe dann Jules in Brünn und am Red Bull Ring betreut. Danach haben wir uns darauf geeinigt, dass ich das bis zum Saisonende weitermache.»

Obwohl die Zusammenarbeit schon ganz gut klappe, sei der Test doch sehr hilfreich gewesen, um sich weiter aneinander zu gewöhnen, sagte Willeke. «Nachdem ich Jules erst seit Saisonmitte habe und wir seitdem nur von Rennen zu Rennen gehetzt sind, war das die erste Gelegenheit, einen ganzen Tag Dinge durchzuspielen – natürlich schon mit einer gewissen Vorplanung», betonte er.

«Ich wusste natürlich aus vergangenen Rennen, wo die Problembereiche lagen. Wir haben versucht, diese zu adressieren und ich glaube, in den beiden Bereichen, die wir angegangen sind, ist schon etwas für die nächsten Rennens herausgekommen, was wir mitnehmen können. Ich glaube, dass wir für die fünf Rennen, besonders im Hinblick auf die Überseerennen, etwas gefunden haben, auf dem wir aufbauen können.»

Trotz des Windes, der den Testablauf etwas beeinträchtigt habe, sei der Tag recht erfolgreich gewesen, so Willeke. «Der Tag war aufgrund der Wetterbedingungen zwar nicht ganz optimal, aber wir konnten trotzdem überraschend viel machen. Natürlich hatte der Wind Auswirkungen, wir konnten aber gute Informationen sammeln.»

«Nachdem speziell für meinen Fahrer das Wochenende nicht ganz so verlief, wie wir es gerne hätten, müssen wir noch größere Schritte machen und uns in Regionen bewegen, in denen wir noch nicht waren. Heute haben wir wirklich in zwei Bereichen der Chassis-Geometrie und der Motorbremse zwei interessante Sachen gefunden, die mir am Gesamtpaket recht gut gefallen haben. Er ist am Schluss auch sehr ansprechende Rundenzeiten gefahren.»

Trotz des positiven Tests müsse der junge Franzose natürlich noch viel lernen, sagte Willeke – und er selbst auch. «Er ist jung und er ist unerfahren in der Klasse. Er kann noch viel lernen und er muss auch noch viel lernen. Ich denke aber, er hat auch schon Fortschritte gemacht, und auch ich habe Fortschritte gemacht. Es ist ja nicht so, dass nur junge Fahrer die Klasse und das Motorrad kennenlernen müssen. Auch der Crew-Chief muss seinen Fahrer kennenlernen. Dafür hat dieser Test heute auch viel gebracht.»

Wie es in der kommenden Saison weitergehen wird, kann Willeke aktuell noch nicht sagen. «Das wüsste ich auch gerne», schmunzelt er. «Es gibt aber nur zwei Möglichkeiten. SAG ist sicher eine davon. Ich glaube, die Fahrer Situation bei SAG ist noch nicht 100-prozentig fest, aber das ist auch mehr Sache des Teammanagers und Teambesitzers. Da habe ich natürlich kein Mitspracherecht und das möchte ich auch gar nicht haben. Natürlich interessiert es mich, welche Fahrer beim Team sein werden. Soweit ich weiß, steht ein Fahrer wohl fest. Wie die Situation beim zweiten Fahrer ist, weiß ich nicht.»

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