Luca Marini: «Ich zähle mich nicht zu den Favoriten»

Von Waldemar Da Rin
Moto2
Luca Marini bei den Testfahrten für 2019

Luca Marini bei den Testfahrten für 2019

Luca Marini war bei den Moto2-Testfahren in Jerez Schnellster, trotzdem sieht der Sky Racing VR46-Fahrer sich nicht als den heißesten Titelanwärter 2019. «Es wird nie einfacher», warnte er.

Bei den IRTA-Tests in Jerez konnten alle Fahrer einen Eindruck der neuen Triumph-Motoren gewinnen, die 2019 erstmals in den Moto2-Motorrädern zum Einsatz kommen. «Das neue Bike ist sehr schön zu fahren, es hat etwas mehr Power. Die Arbeitsweise und der Fahrstil müssen sich etwas ändern, aber wir sind dabei, uns anzupassen», berichtete Luca Marini, der im vorletzten Rennen des Jahres seinen ersten GP-Sieg feierte und die dreitägigen Testfahrten mit der schnellsten Zeit beendete.

Nicht zuletzt deshalb gilt er als einer der Titelanwärter für die kommende Saison. Der 21-Jährige will die Erwartungen aber nicht zu hoch schrauben: «Ich glaube nicht, dass ich wirklich zu den Favoriten zähle. Wenn man sich die WM-Wertung von 2018 anschaut, war Binder der erste von denen, die nicht in die MotoGP-Klasse aufgestiegen sind. Er war gut und weiß, wie man für eine Meisterschaft punktet. Auch Márquez und Baldassarri sind stark. Ich werde sicher auch besser, ich habe aber noch viel Arbeit vor mir.»

Neben dem Titelträger Francesco Bagnaia und dem Vizeweltmeister Miguel Oliveira verabschiedeten sich mit Fabio Quartararo und Joan Mir zwei weitere Moto2-Fahrer in die Königsklasse. «Es ist nie einfacher, weil es immer viele Fahrer gibt, die sich Jahr für Jahr verbessern», entgegnete Marini, der in der WM-Wertung auf Rang 7 landete.

«Im nächsten Jahr sehen wir sicher viele Piloten, die bereit sind, um den Sieg zu kämpfen. Auch von der Moto3-Klasse kommen viele. Niccolò [Bulega] zum Beispiel war in den ersten Testfahrten sehr stark und hat das Weltmeister-Team hinter sich. Damit hat er das Maximum, das man haben kann und er wird sicher stark sein. Wir werden versuchen, zusammen einen guten Job zu machen», sagte er über seinen neuen Teamkollegen im Sky Racing VR64-Team, das 2018 erstmals den Fahrer- und Teamtitel gewinnen konnte.

«Daneben gibt es viel andere Rookies, die gut dabei sein werden. Man muss versuchen, alle zu schlagen», betonte Marini.

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