Moto2

Pit Beirer/KTM: «Qualifying darf keine Lotterie sein»

Von - 02.02.2019 19:35

Nach dem Klassenwechsel des WM-Zweiten Miguel Oliveira ruhen bei KTM alle Moto2-Hoffnungen 2019 auf Brad Binder. «Aber wir müssen über eine einzelne Runde besser werden», sagt KTM-Rennchef Pit Beirer.

Pit Beirer, Motorsport-Direktor von KTM, anerkannte die Überlegenheit von Weltmeister Pecco Bagnaia auf Kalex in der Saison 2018 neidlos, denn der Rossi-Schützling aus Italien gewann acht Grand Prix, die beiden KTM-Asse Miguel Oliveira und Brad Binder zusammen sechs. Aber sie schafften in der WM die Endränge 2 und 3.

Aber das Red Bull-KTM-Ajo-Team muss sich gehörig steigern, wenn der WM-Dritte Brad Binder in der kommenden Saison gegen die Kalex-Meute mit Luca Marini, Alex Márquez, Tom Lüthi und Co. den Titel einheimsen soll. Kalex hat zuletzt die Fahrer- und Marken-WM in der Moto2 sechsmal hintereinander gewonnen.

«Bagnaia hat die Latte irgendwann zu Saisonmitte 2018 richtig hoch gelegt», ist sich Pit Beirer bewusst. «Zu Beginn des Jahres haben unsere Fahrer noch gut gegen ihn kämpfen können. Aber er hat dann einen starken Durchmarsch gemacht, was uns sicher überrascht hat. Denn wir sind davon ausgegangen, dass Miguel Oliveira mit Bagnaia mitmarschieren wird. Aber Miguel hat viel von seinem Selbstvertrauen zerstört, indem er manchmal wahnsinnig schlechte Qualifyings gefahren hat. Wenn du jedes Mal auf dem 20. Startplatz stehst und dein Gegner aus der ersten Reihe losfährt, nagt das irgendwann an deinem Selbstvertrauen und am Kopf.»

«Ich tue mir echt schwer zu überlegen, was wir selbst zu besseren Moto2-Ergebnissen beitragen können. Denn bei den schlechtesten Qualifyings mit Miguel standen andere KTM-Fahrer wie Sam Lowes oder Iker Lecuona auf dem vierten oder fünften Startplatz», grübelt Beirer. «Das Gesamtpaket Bagnaia/KalexÖhlins war allerdings ein extrem starkes. Hut ab, Gratulation an das ganze Projekt. Denn irgendwo haben wir uns Nachteile eingehandelt. Unser Motorrad war ab und zu über eine einzelne Runde kritisch. Das ist Tatsache. Wir haben eigentlich immer einen ordentlichen Rennspeed gehabt in der Moto2, aber die einzelne schnelle Runde ist unseren Topfahrern das ganze Jahr hindurch schwer gefallen. Speziell mit Brad und Miguel. Daran müssen wir arbeiten. Wenn du Weltmeister werden willst, darf das Qualifying keine Lotterie sein. Du musst im Qualifying konstant unter den Top-8 sein.»

Oliveira wird bei Red Bull Ajo-KTM durch den Rookie Jorge Martin ersetzt, der 2018 auf der Gresini-Honda die Moto3-WM gewonnen hat. Wird also Brad Binder, der in seine dritte Moto2-Saison geht, die einzige Titelhoffnung von KTM in der Moto2-Klasse sein?

«Ja, das ist so», meint Pit Beirer. «Wir versuchen uns die positive Vergangenheit mit ihm in Erinnerung zu rufen. Brad hat für uns 2016 die Moto3-WM gewonnen… Er hat sich jetzt in dieser Kategorie im Windschatten warmgelaufen, Miguel hat sich hier 2017 und 2018 bei KTM zur Nummer 1 gemacht. Wenn Brad jetzt den Fokus des Teams als Teamleader bekommt, wird ihm das wahnsinnig gut tun. Letztes Jahr hat er oft gelitten, wenn er gesehen hat, dass Teamchef Aki Ajo mehr bei Miguel stand, wenn er in die Box reinkam. Aki wird sich in der kommenden Saison vorrangig um Brad kümmern, also wird er sicherlich unsere größte Titelhoffnung sein.»

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Brad Binder auf der KTM mit dem Triumph-Motor in Jerez © Fitti Weisse Brad Binder auf der KTM mit dem Triumph-Motor in Jerez Brad Binder beim Moto2-Test in Jerez 2018 © Fitti Weisse Brad Binder beim Moto2-Test in Jerez 2018
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