Red Bull-KTM-Moto2-Pilot Brad Binder siegte in Sepang und verbesserte sich auf den zweiten WM-Rang. Den Titelgewinn von Márquez konnte er nicht verhindern. Jetzt geht es um den 2. WM-Rang.
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Brad Binder lag in Australien 50 Punkte hinter WM-Leader Alex Márquez, machte dort durch den Sieg 17 Punkte auf den Spanier wett und rechnete sich aus, wenn ihm das noch zweimal gelingen könnte, wäre er in Valencia mit einem Punkt Vorsprung Weltmeister. Aber Alex Márquez zeigte sich in Sepang von seiner besten Seite, sicherte sich nach einer makellosen Fahrt den zweiten Platz – und den zweiten WM-Titel nach der Moto3-Krone 2014 im Estrella Galicia 0,0-Honda-Team von Emilio Alzamora.
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Brad Binder gelang auf der Red bull-KTM des Ajo-Teams der vierte Morto2-Sieg in diesem Jahr nach Spielberg, Aragón und Phillip Island. Trotzdem geht es für Binder jetzt in Valencia nur noch um den zweiten WM-Rang. Er liegt nach einem eindrucksvollen Auftritt in Sepang jetzt 4 Punkte vor Tom Lüthi. "Heute hatten wir nur ein Ziel, wir mussten das Rennen gewinnen", hielt Binder fest, der 2016 die Moto3-WM gewonnen hat. "Ich bin in der vierten Runde fast gestürzt. Ich bin neben die Piste gedonnert und war nur noch Dritter Hinter Alex und Nagashima… Ich habe mir dann gesagt, ich muss weiter hart pushen und wieder in Führung gehen. Ich habe rasch aufgeholt und war nach acht Runden wieder Erster. Ich wollte die Verfolger verlocken und sie auffordern, mit mir mitzufahren. Aber sie ließen sich auf keine Mätzchen ein."
Binder entschuldigte sich beim neuen Weltmeister für die Kollision nach dem Start in Kurve 1. "Ich wollte nicht so nahe an ihn ranfahren. Ich glaube, mein Fuß hat seinen Lenker berührt… Dadurch wurde mein Fuß von der Raste gerissen. Aber ich kann Alex nur gratulieren. Wir haben heute alles versucht. Wir haben das Rennen gewonnen. Also muss ich happy sein."
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Brad Binder hat jetzt sieben Moto2-Siege für KTM errungen, einen mehr als Miguel Oliveira.
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Der WM-Zweite hatte vier Runden vor dem Ende einen Vorsprung von 1,1 Sekunden. Aber dann rückte ihm Alex bedrohlich nahe.
"Mein Vorderreifen war völlig am Ende", schilderte Brad. "Vorne hatte ich von Runde 1 weg bei weitem nicht das Gefühl wie im Training. Es bestand dauernd die Gefahr, dass das Vorderrad wegrutscht. Aber ich sah auf den TV-Screens, dass Alex und Tom dicht hinter mir waren. Ich ließ sie rankommen und wollte sie ein bisschen hungrig machen. Dann hätte irgendetwas passieren können, man weiß ja nie. Aber sie blieben mir einfach auf den Fersen. Es war heute wirklich irrsinnig. Es war schwer einzuschätzen, wie stark du den Vorderreifen belasten konntest. Er drohte dauernd wegrutschen. Es war trotzdem ein unglaubliches Wochenende. Jetzt freue ich mich auf Valencia." Wie wichtig ist Binder jetzt der zweite WM-Rang? Lohnt es sich, in Valencia dafpür zu kämpfen? "Warum nicht? Es sollte unterhaltsam werden... Und wir dürfen nicht vergessen, auf welcher WM-Position wir uns im Frühjahr abgemüht haben. In Valencia werden wir uns noch einnal einen guten Fight liefern. Ich kann gar nicht erwarten, bis es dort wieder losgeht."
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Tom Lüthi macht sich keine Illusionen. "KTM und Brad sind wieder eine starke Paarung. Es sieht so aus, als hätten sie etwas gefunden. Es wird anstrengend und hart in Valencia. Aber wir sind gut dabei. Wir geben uns beim Kampf um den Vize-WM-Titel noch nicht geschlagen." Teamkollege Jorge Martin, letzte Woche starker Zweiter in Australien und Moto3-Weltmeister 2018, lag nach zwei Runden an achter Stelle, dann stürzte er beim Versuch, die Spitzengruppe einzuholen. Moto2-Ergebnis, Sepang: 1. Brad Binder. 2. Alex Márquez. 3. Lüthi. 4. Vierge. 5. Navarro. 6. Lecuona. 7. Baldassarri. 8. Nagashima. 9. Schrötter. 10. Marini. 11. Fernandez. 12. Bulega. 13. Pasini. 14. Gardner. 15. Aegerter. 16. Locatelli. 17. 18. Ekky Pratama. 19. Roberts. 20. Raffin. 21. Öttl. 22. Tulovic. 23. Cardelus. 24. Bastianini.
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