MotoGP: VR46 bleibt der Vision treu

Tom Lüthi mit Chattering: «Das war ein harter Kampf»

Von Matthias Dubach
Auf dem Sachsenring lösten sich aus dem Hinterreifen des Schweizers ganze Gummistücke. In der letzten Runde fiel Lüthi noch auf Rang 6 zurück.

Tom Lüthi konnte auf dem Sachsenring zwar mit Rang 4 von seiner besten Startposition in diesem Jahr losfahren, aber der sechste Platz beim Deutschland-GP bot dem Schweizer wenig Anlass für Jubel. «Es war ein sehr schwieriges Rennen. Es war mehr ein Kampf mit dem Motorrad als mit den Gegnern, schilderte der Suter-Pilot. «Am Anfang hat es ein bisschen gebraucht, bis der Rhythmus gut war und ich überholen konnte. Wir müssen noch herausfinden, warum das so war. Mit dem vollen Tank war das Gefühl für das Vorderrad nicht so gut. Dann habe ich sehr früh Chattering bekommen, das sich danach durch das ganze Rennen zog.»

Der Anblick des Hinterreifens war nach der Zieldurchfahrt ein Trauerspiel. Lüthi: «Erst als ich abgestiegen bin, habe ich gesehen, dass beim Reifen ganze Gummistücke fehlten. Natürlich auf der linken Seite. Die Temperatur im Reifen haben wir auch nicht so hinbekommen wie in den Trainings und der Luftdruck ist gefallen, irgend etwas stimmte da nicht. Das müssen wir unbedingt herausfinden. Mit dem brutalen Chattering hatte ich keinen guten Grip. Ich musste extrem kämpfen und war nach dem Rennen fix und fertig, ich war kaputt. vor allem die linke Körperseite habe ich gespürt, es war ein grosser Kampf.»

De Angelis wischte in der zweitletzten Kurve vorbei

Der Schweizer war bis auf Rang 8 zurückgefallen, kämpfte sich aber auf die fünfte Position zurück, indem er diese dem WM-Leader Scott Redding (Kalex) abknöpfte. Aber am Ende preschte Alex De Angelis (Speed Up) heran. «Am Ende war ich De Angelis einfach ausgeliefert. Ich habe versucht, vorne zu bleiben und wollte kämpfen, aber er konnte in der zweitletzten Kurve sauber reinstechen. Es ist schade, dass ich Rang 5 noch verloren habe. Ich habe versucht, die Türe zu schliessen, aber er hatte die besseren Karten. Ich war eher in den ersten beiden Sektoren besser, er in den anderen zwei. Ich wusste, da wird der Angriff kommen. Aber ich war wie ausgeliefert. Der sechste Platz ist aber okay, aber wir hatten wirklich grosse Probleme mit dem Motorrad, wir müssen vor dem Beginn der Sommerpause noch herausfinden, woran das lag.»

Der Sachsenring-GP förderte unter den Schweizer Fahrern einen verblüffenden Fakt zu Tage: Lüthi fiel mit seinem sechsten Rang auf die elfte WM-Position zurück, Landsmann Dominique Aegerter hingegen machte mit seinem zehnten Rang in der WM einen Platz gut, er ist jetzt Vierter.

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