Marcel Schrötter (4.): «Mit Zarco & Lüthi mithalten»

Von Sharleena Wirsing
Moto2
Marcel Schrötter: «Am Sonntag will ich einfach ein ordentliches Rennen hinbekommen»

Marcel Schrötter: «Am Sonntag will ich einfach ein ordentliches Rennen hinbekommen»

In den drei freien Trainings hatte sich schon angekündigt, was Marcel Schrötter im Qualifying umsetzte. Der Bayer war konstant schnell unterwegs und sicherte sich trotz keiner Schwierigkeiten Startplatz 4.

Marcel Schrötter schloss die drei freien Moto2-Trainings auf dem Red Bull Ring mit den Plätzen 5, 8 und 4 ab. Der Bayer aus dem AGR-Team mischte stets an der Spitze mit und legte konstante Rundenzeiten vor. Im Qualifying erntete er, was er beim Test und am ersten Trainingstag gesät hatte. Schrötter wird am Sonntag von Platz 4 in das Moto2-Rennen gehen.

Er büßte 0,390 sec auf die Pole-Zeit von Weltmeister Johann Zarco ein und umrundete den Red Bull Ring in 1:29,645 min. «Durch die höheren Temperaturen war es etwas schwieriger als erwartet, denn am Morgen waren die Zeiten konstant und gut auf sehr alten Reifen. Im Qualifying habe ich mich im ersten Run schwer getan, wieder auf die Zeiten zu kommen. Ich hatte mich nur minimal verbessert, um eine Zehntel. Es war schon schwieriger. Auch der Motor war bei diesen Temperaturen ein bisschen langsamer. Wir haben nochmal etwas ausprobiert, denn eigentlich hatten wir nur einen Stopp geplant. Doch wir haben dann nochmal einen schnellen Stopp gemacht und ein anderes Federbein ausprobiert. Das wirkte sich in den Bremszonen positiv aus, aber nicht so sehr beim Grip und dem Feeling. Darum gingen wir zurück und zogen nochmal neue Reifen auf.»

Schrötter weiß, wo seine Schwäche liegt. «Ich muss am dritten Sektor arbeiten, denn in jedem anderen Sektor bin ich Erster oder Zweiter, aber im dritten Sektor habe ich immer zwischen 0,2 und 0,4 sec verloren. Und das sind eigentlich nur zwei Kurven. Es ist daher unheimlich schwierig herauszufinden, was ich da machen kann, denn wir haben keine schnelleren Daten von diesem Abschnitt, um zu vergleichen. Im letzten Run habe ich versucht, mit neuen Reifen in diesem Sektor alles zu geben. In jeder Runde war noch ein kleiner Fehler in einer der anderen Kurve dabei. Ich kam nicht unter 1:29,9 min. In der letzten Runde, die auch nicht perfekt war, habe ich es in diesen beiden Kurven besser gemacht und der erste Sektor war sehr gut. Also habe ich es am Ende geschafft, mich noch zu verbessern. Das war wichtig, denn sonst hätte es nur für Platz 6 hinter Márquez und Axel (Pons) gereicht.»

Nach einer schwierigen ersten Saisonhälfte, in der Schrötter nach dem Umstieg von Tech3 zu Kalex und von Öhlins zu WP kein Top-Resultat ins Ziel bringen konnte, will der Bayer nun in Österreich glänzen. «Platz 4 so knapp hinter der ersten Reihe ist natürlich schön», freute sich der 23-Jährige im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Ein bisschen ärgerlich aber, denn ich wäre gerne mal ganz vorne, aber wir müssen jetzt zufrieden sein, denn wir waren bei jedem Training gut dabei. Ich konnte meine Zeiten alleine fahren, das war stark. Nun zählt es, dass wir am Sonntag vorne dabei sind.»

Was erwartest du im Rennen? «Meine Starts sind okay, alles kann aber immer besser sein. Das sollte ich aber hinkriegen. Hoffentlich kommen wir alle gut um die erste Kurve, dann werde ich mein Bestes geben. Zarco und Lüthi waren in jedem Training stark. Morbidelli war im Qualifying schnell. Und hinter mir stehen mit Márquez, Axel (Pons) und Lowes drei aggressive Fahrer. Deshalb ist ein guter Start wichtig. Ich will so lange wie möglich mit den Top-3 mithalten. Ich bin konstant schnell, ich denke schon, dass ich mithalten kann. Am Sonntag will ich einfach ein ordentliches Rennen hinbekommen.»

«Morbidelli ist unberechenbar, aber er ist oft schnell. Doch klar ist, dass Zarco und Lüthi schon beim Test und nun auch am ganzen Wochenende schnell waren. Ich will mit ihnen mithalten. Es wäre der Wahnsinn, wenn ich da bis zur letzten Runde dabei wäre», freut sich Schrötter auf das Moto2-Rennen über 25 Runden auf dem 4,3 Kilometer langen Red Bull Ring.

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