Red Bull Rookies: 48 Prozent der Moto3-WM-Fahrer 2019

Von Oliver Feldtweg und Nora Lantschner
Moto3
Can Öncü: Der Red Bull-Rookies-Cup-Sieger 2018 gewann in Valencia auch den Moto3-GP

Can Öncü: Der Red Bull-Rookies-Cup-Sieger 2018 gewann in Valencia auch den Moto3-GP

Die Red Bull Rookies Cup-Absolventen machen 2019 fast 28 Prozent des gesamten WM-Feldes aus. Can Öncü ist einer von 14 Ex-Rookies in der Moto3-Klasse, Johann Zarco bekommt in der MotoGP-WM Gesellschaft.

Schon 2018 machten die ehemaligen Red Bull-Rookies-Cup-Fahrer fast 19 Prozent des GP-Fixstarter aus: 22 Piloten stammten aus der erfolgreichen Gehschule für künftige GP-Asse. Im Jahr zuvor waren noch 21 Piloten aus dem Red Bull Rookies-Cup in den drei Klassen der MotoGP-WM unterwegs gewesen. Mit Johann Zarco hat es damals sogar der erste Rookie in die Königsklasse geschafft. 2019 ist er nicht mehr allein: Mit Miguel Olivieira und Joan Mir steigen gleich zwei weitere Talente aus dem Cup in die höchste WM-Klasse auf.

Neben den drei MotoGP-Piloten stammen in der kommenden Saison insgesamt 25 weitere WM-Fahrer aus dem Red Bull Rookies-Cup: 14 gehen in der Moto3-Klasse an den Start, neun in der Moto2 und zwei im neuen MotoE-Weltcup. Das sind 27,7 Prozent des gesamten Fahrerfeldes, das der Motorrad-Weltverband FIM und WM-Promoter Dorna in den Teilnehmerlisten veröffentlicht hat. Berücksichtigt man den erstmals ausgetragenen «FIM Enel MotoE World Cup» in dieser Berechnung nicht, kommt man sogar auf beeindruckende 31,3 Prozent: 26 der 83 Fahrer, die in den drei WM-Klassen genannt sind, arbeiteten sich über den Red Bull Rookies-Cup bis in die Moto3-, Moto2- oder gar in die MotoGP-WM.

Wie bereits in den vergangen Jahren sticht wieder der hohe Rookie-Anteil in der kleinsten Klasse ins Auge: 14 der 29 Moto3-WM-Fahrer 2019 waren zuvor bereits im Red Bull Rookies-Cup unterwegs – das sind unglaubliche 48,3 Prozent! Dies unterstreicht einmal mehr, wie wichtig dieser Cup für die Nachwuchsförderung ist.

2019 geht der Red Bull Rookies Cup (immer in Zusammenarbeit mit KTM) in die 13. Saison. Im ersten Jahr 2007 wurde noch mit 125-ccm-Zweitakt-Bikes von KTM gefahren, was bis einschließlich 2012 der Fall war. 2013 wurde auf 250-ccm-Viertakter gewechselt, also auf Production-Racer aus der Moto3-WM. Im selben Jahr fanden sogar zwei Läufe des Red Bull Rookies Cup auf dem neuen Circuit of the Americas in Austin/Texas statt. Im ersten Lauf siegte damals Bradley Ray, das zweite Rennen entschied der spätere Cup-Sieger Karel Hanika für sich. 2007 wurde in den USA zudem ein eigener Red Bull Rookies Cup ausgetragen.

Den ersten Red Bull Rookies-Cup 2007 gewann Johann Zarco. Mittlerweile ist der Franzose zweifacher Moto2-Weltmeister und MotoGP-Pilot mit bereits sechs Podestplätzen. Seinen ersten Sieg in der Königsklasse verpasste er beim Argentinien-GP 2018 um nur zwei Zehntelsekunden. 2019 ist er im Red Bull KTM-Werksteam zu Hause.

Als einziger deutscher Pilot hat Florian Alt 2012 den Red Bull Rookies-Cup gewonnen. Folgende Fahrer haben den Cup seit 2007 gewonnen: Johann Zarco, JD Beach, Jakub Kornfeil, Jacob Gagne, Lorenzo Baldassarri, Florian Alt, Karel Hanika, Jorge Martin, Bo Bendsneyder, Ayumu Sasaki, Kazuki Masaki und Can Öncü.

Letzterer schrieb schon vor seiner ersten vollen Moto3-Saison Geschichte – Öncü sorgte als Wildcard-Fahrer beim Saisonfinale 2018 für eine Sensation: In Regen von Valencia kürte er sich zum jüngsten GP-Sieger aller Zeiten. Er war nur 15 Jahre und 115 Tage alt. Der Red Bull KTM Ajo-Pilot ist gleichzeitig der erste Türke, der ein Rennen gewonnen hat.

Fünf spätere Weltmeister sind aus dem Red Bull Rookies Cup bereits hervorgegangen: Zu Danny Kent (Moto3/2015), Brad Binder (Moto3/2016), Johann Zarco (2x Moto2) und Joan Mir (Moto3/2017) gesellte sich zuletzt auch der Moto3-Champion Jorge Martin.

Schon 2016 traten 15 ehemalige Red Bull-Rookies in der Moto3-WM an, obwohl Danny Kent und Miguel Oliveira in die Moto2-Klasse aufstiegen. Die Ex-Red Bull Rookies waren: Niccolò Antonelli, Livio Loi, Brad Binder, Darryn Binder, Jorge Martin, Philipp Öttl, Jakub Kornfeil, Karel Hanika, Andrea Migno, Stefano Valtulini, Bo Bendsneyder, Joan Mir, Fabio Di Giannantonio und Enea Bastianini. 14 von 34 Moto3-Piloten stammten 2016 aus dem Rookies Cup. Das ist ein Anteil von 41 Prozent! In den Top-10 der Moto3-Gesamtwertung 2016 befanden sich fünf ehemalige Red Bull Rookies: Brad Binder (1.), Enea Bastianini (2.), Joan Mir (5.), Fabio Di Giannantonio (6.) und Jakub Kornfeil (8.).

In der Moto2-Klasse traten 2016 Luis Salom, der in Barcelona tödlich verunglückte, Lorenzo Baldassarri, Johann Zarco, Miguel Oliveira und Danny Kent an. Somit waren fünf von 34 Moto2-Piloten 2016 Ex-Red Bull Rookies. Das sind 14,7 Prozent.

2017 gingen 15 ehemalige Red Bull Rookies in der Moto3-Klasse an den Start: Patrik Pulkkinen, Livio Loi, Andrea Migno, Fabio Di Giannantonio, Niccolò Antonelli, Kaito Toba, Enea Bastianini, Joan Mir, Darryn Binder, Bo Bendsneyder, Philipp Öttl, Ayumu Sasaki, Jakub Kornfeil, Jorge Martin und Manuel Pagliani. Bei 31 Moto3-Piloten machten die ehemaligen Red Bull Rookies 2017 also fast 50 Prozent des Moto3-Feldes aus!

In der Moto2-Klasse mischten 2017 fünf Ex-Rookies-Cup-Teilnehmer mit: Brad Binder, Miguel Oliveira, Lorenzo Baldassarri, Danny Kent und Stefano Manzi. Das waren bei 32 Moto2-Piloten mehr als 15 Prozent. Wobei Kent seinen Platz im Kiefer-Team beim Austin-GP räumte und danach als Moto3-Wildcard-Pilot und Moto2-Ersatzfahrer auftrat.

2017 traten insgesamt 21 ehemalige Red Bull Rookies in der MotoGP-Weltmeisterschaft in Erscheinung. Beeindruckend: 24,4 Prozent der 86 GP-Piloten 2017 stammen aus dem Red Bull Rookies-Cup.

Auch im Vorjahr waren die einstigen Red-Bull-Rookies stark vertreten: 14 (Masia, Migno, Di Giannantonio, Masaki, Antonelli, Fernandez, Toba, Bastianini, D. Binder, Ramirez, Öttl, Sasaki, Kornfeil und Martin) mischten in der Moto3-WM mit, sieben (Baldassarri, Roberts, Mir, B. Binder, Oliveira, Manzi und Bendsneyder) in der Moto2 (Danny Kent ist vor Thailand ausgestiegen) – und Johann Zarco in der MotoGP. Also 22 Fahrer in drei WM-Klassen. Insgesamt traten 2018 85 GP-Stammfahrer an, die Ex-Rookies machten also nicht weniger als 18,7 Prozent des gesamten Startfelds aus.

Diese 28 ehemaligen Red-Bull-Rookies fahren 2019 in der Motorrad-WM:

MotoGP: Johann Zarco, Miguel Oliveira, Joan Mir
Moto2: Lorenzo Baldassari, Joe Roberts, Fabio Di Giannantonio, Enea Bastianini, Brad Binder, Stefano Manzi, Bo Bendsneyder, Philipp Öttl, Jorge Martin
Moto3: Jaume Masia, Filip Salac, Andrea Migno, Kazuki Masaki, Niccolò Antonelli, Raúl Fernández, Kaito Toba, Darryn Binder, Marcos Ramirez, Can Öncü, Ayumu Sasaki, Makar Yurchenko, Ai Ogura, Jakub Kornfeil
MotoE: Lorenzo Savadori, Joshua Hook

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