Moto3

Peter Öttl: «So lief das Drama mit Aron Canet ab»

Von Günther Wiesinger - 19.11.2019 09:08

Das KTM-Team von Max Biaggi und Peter Öttl erlebte in Valencia ein turbulentes Moto3-Rennen. Wegen Ölverlusts musste Canet die KTM in der Besichtigungsrunde parken. Der 2. WM-Rang schien futsch. Aber es kam anders.

Das Sterilgarda Max Racing Team von Max Biaggi und Peter Öttl erlebte in Valencia ein nervenaufreibendes WM-Finale in der Moto3-Klasse. Denn Aron Canet sollte seinen zweiten WM-Rang verteidigen. Aber in der Besichtigungsrunde verlor seine KTM Öl, er musste das Motorrad zwischen Turn 5 und 6 abstellen. Sasaki stürzte auf der Ölspur.

«Ja, wir haben Öl verloren» schilderte Teamteilhaber Peter Öttl. «Ich muss dazu sagen, dass es kein Mechaniker-Verschulden war, das ist mir wichtig. Dann war es extrem knapp, dass wir das Motorrad bis zum um elf Minuten verschobenen Start wieder zurückbringen in die Box. Dann mussten wir die Ursache lokalisieren. Wir haben sofort die Daten ausgelesen, vor allem wegen dem Öldruck, weil wir nicht gewusst haben, ob nicht der Motor geschädigt werden kann. Aber das war nicht der Fall. Nach einer Sichtkontrolle haben wir die Ursache erkannt. Aber das Öl war überall verteilt, das war extrem. Wir haben den Motordeckel entfernen und den Anschluss innen wieder befestigen müssen. Das Ölleck war anfangs nicht sichtbar, weil es sich quasi innerhalb des Motors befand. Wir haben dann das Problem gelöst. Dennoch waren wir ein bisschen beunruhigt, als das Bike in der nächsten Aufwärmrunde wieder geraucht hat. Aber das waren einfach die Ölreste, vor allem im Kühlerbereich. Und nachdem alles heiß geworden ist, hat es wieder gequalmt.»

Bei KTM war man übrigens anderer Ansicht. «Es war definitiv ein Mechaniker-Fehler», war vom Hersteller zu hören.

Der Abbruch in der dritten Rennrunde spielte dem Öttl-Team in die Karten. Öttl: «Auf jeden Fall. Wir waren auf Platz 17 – und Ramirez war Erster. Und wir haben gewusst: Wenn Ramirez gewinnt, müssen wir Sechster werden. So gesehen haben wir zuerst Pech und dann Glück gehabt. Außerdem durften wir beim Re-Start wieder vom vierten Platz starten! Deshalb war es für uns einfacher, den zweiten WM-Rang zu verwalten.»

«Wir haben Aron vor dem Re-Start eingetrichtert, unbedingt die Ruhe zu bewahren. Er ist in solchen Fällen extrem stark und fokussiert sich sehr aufs Wesentliche. Wichtig war, dass die Mechaniker schnell gearbeitet haben», freut sich der Bayer.

Canet landete schließlich auf Platz 6, Ramirez blieb schließlich in der Tabelle 17 Punkte hinter ihm.

Das Ergebnis des Valencia-GP

1. Sergio Garcia, Honda, 25:17,918 min
2. Andrea Migno, KTM, + 0,005 sec
3. Xavier Artigas, Honda, + 0,180 sec
4. Tatsuki Suzuki, Honda
5. Filip Salac, KTM
6. Aron Canet, KTM
7. Marcos Ramirez, Honda
8. Celestino Vietti, KTM
9. Makar Yurchenko, KTM
10. Ai Ogura, Honda
11. Stefano Nepa, KTM
12. Can Öncü, KTM
13. Kaito Toba, Honda
14. Riccardo Rossi, Honda
15. Jakub Kornfeil, KTM
16. Kazuki Masaki, KTM
17. Romano Fenati, Honda

Der WM-Endstand nach 19 von 19 Rennen:

1.Dalla Porta, 279 Punkte. 2. Canet 200. 3. Ramirez 183. 4. Arbolino 175. 5. McPhee 156. 6. Vietti 135. 7. Antonelli 128. 8. Suzuki 124. 9. Masia 121. 10. Ogura 109. 11. Arenas 108. 12. Foggia 97. 13. Migno 78. 14. Kornfeil 78. 15. Garcia 76. 16. Fenati 76. 17. Lopez 71. 18. Rodrigo 67. 19. Toba 63. 20. Sasaki 62. 21. Raul Fernandez 60. 22. Darryn Binder 54. 23. Salac 32. 24. Yurchenko 29. 25. Nepa 24. 26. Artigas 16.

Im Rennen in Valencia: Marcos Ramirez (42) vor Canet (44) und Arenas © Gold & Goose Im Rennen in Valencia: Marcos Ramirez (42) vor Canet (44) und Arenas

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