Niklas Ajo: Knie lädiert, grosse Ziele für 2013

Von Günther Wiesinger
Moto3
Niklas Ajo

Niklas Ajo

Niklas Ajo, Sohn von Teambesitzer Aki Ajo, will in der Moto3 kostant punkten. Und keine Tätlichkeiten mehr ausüben.

Platz 23 und zwei Sekunden Rückstand auf den Markenkollegen Maverick Viñales, dieses Ergebnis entspricht zwar nicht den Vorstellungen des 18-jährigen finnischen Talents Niklas Ajo. Aber fünf Wochen nach der schweren Knieverletzung durfte der blonde KTM-Werkspilot aus dem Team Avant Tecno keine Wunderdinge erwarten.

«Es fehlt im linken Knie noch an Beweglichkeit, es sind einige Schrauben drin», stellte Niklas Ajo fest. «Ich wusste, ich werde für den Valencia-Test nicht in einem perfekten Zustand sein. Aber ich wollte unbedingt fahren, um mich dann bei den letzten zwei Tests in Jerez schrittweise zu steigern. Ich kann das Knie nicht so stark abbiegen wie üblich. Deshalb habe ich mir einen speziellen Fahrstil angeeignet. Ausserdem bin ich vorsichtig gefahren. Einen weiteren Sturz kann ich mir momentan nicht erlauben. Ab Dienstag in Jerez wird es mir besser gehen. Und bis zum letzten IRTA-Test am 18. März sollte ich wieder 100-prozentig in Ordnung sein.»

Die neue KTM sei leichter und etwas höhere als die letztjährige, erzählte Niklas. «Das passt besser zu meinem Fahrstil. Ich will in diesem Jahr unbedingt konstanter werden. Am liebsten möchte ich bei jedem Rennen punkten. In der Vergangenheit war ich manchmal so aggressiv, wenn ich in guter Position war, dann kam es zu stürzen.»

Niklas (bestes GP-Ergebnis: Platz 8) hat sein finnisches Temperament 2012 zweimal unter Beweis gestellt. Nach dem Jerez-GP wurde er für Portugal gesperrt, weil er einen weiblichen Streckenposten zu Boden geschubst hatte. Ajo: «Das war irgendwie komisch. Ich bin mit meinem Motorrad im Jerez-Rennen gar nicht gestürzt, nur ins Kiesbett gedonnert. Natürlich wollte ich weiter fahren und die Maschine wieder anschieben. Aber der Marshal hat mir auf die Finger geklopft. Da diese Person einen Schal und eine Sonnenbrille trug, sah ich gar nicht, dass es ein weiblicher Posten war. Ich sah sie meist nur von hinten. Sie hat mich angerempelt; da wurde ich zornig. Ich habe sie leicht geschubst, dann ist sie im Kies gestolpert.»

In Indianapolis kam es zu einem Disput mit Adrian Martin. Niklas Ajo: «Er hat fünf Fahrer auf einmal überholt und mich dabei abgeschossen. Ich hab ihm dann ganz leicht auf den Helm gestupst. Ich war verärgert, weil ich dort sowieso im Training ein ganz übles Wochenende erlebt hatte. Jerez und Indy, das waren eigentlich die einzigen zwei kleinen Tätlichkeiten in meinem ganzen Leben...»

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