Vitto Guareschi: Der verlängerte Arm Valentino Rossis

Von Nereo Balanzin
Moto3
2012: Vitto Guareschi mit seinem künftigen Chef Valentino Rossi

2012: Vitto Guareschi mit seinem künftigen Chef Valentino Rossi

Ducati-Teammanager Vitto Guareschi verlässt die Roten und wird Manager von Rossis VR46-Moto3-Team, das auf Fenati und Werks-KTM setzt.

«Das ist eine Story, dessen erstes Kapitel jetzt geschrieben wird. Und ich bin stolz, gerufen worden zu sein ein Teil davon sein zu dürfen.» Ducati-Teammanager Vittoriano Guareschi, ist von keinem Geringeren als von Valentino Rossi eingeladen worden, sein neues VR46-Moto3-Team zu leiten.

Er hat akzeptiert und hat das Angebot angenommen.

Der aus Bologna stammende Italiener wird von der Zusammenarbeit mit Technical Director Rossano Brazzi profitieren.

Bisher ist nur ein Fahrer nominiert worden, Romani Fenati, das Material wird von KTM geliefert – reinrassige Werksmaschinen.

Fenatis Teamkollege wird aus den Talenten auserwählt, die sich in der VR46-Akademie drängen. In dieser Kindergrippe wollen Valentino und seine Kumpel die nächste Generation von italienischen GP-Piloten an die Weltspitze heranführen. Auch Champions sollen entstehen.

«Seit einigen Jahren ist die Situation mit den jungen italienischen Fahrern bei mir Anlass für schlechte Laune», versichert Guareschi. «Meiner Meinung nach ist es nicht wahr, dass wir keine zukünftigen Meister haben. Es liegt eher daran, dass Italien, also unser Land, nicht in der Lage ist, diesen Talenten eine faire Chance zu geben. Ich erinnere mich an das Umfeld, das meine Fahrergeneration – Valentino, Capirossi und so weiter – und die nächste vorgefunden hat. Vor einem Jahr war das alles nur ein Gefühl... Jetzt hat sich alles geändert. Ich habe die Möglichkeit, etwas beizutragen zur Verbesserung dieser Situation. Das VR46-Projekt ist ein Abenteuer. Aber ich habe den Eindruck, das wird eine neue, wunderbare, faszinierende und professionelle Gelegenheit.»

«Vitto» Vittoriano Guareschi will die Tätigkeit des Teams Italia in keiner Weise bewerten. Rossi hat dort Romano Fenati abgeworben, dieser Rennstall wird vom italienischen Verband FMI betrieben und soll junge Italiener an die Spitze führen.

Aber die VR46-Truppe will professioneller auftreten. Fenati bekommt statt der lahmen FTR-Honda endlich eine der siegreichen Werks-KTM. Ausserdem haben Rossi und Aspar-Teambesitzer Jorge Martinez eine Allianz geschmiedet. Die beiden Champions wollen bei den Einsätzen in der Spanischen Moto3-Meisterschaft CEV ab sofort zusammenarbeiten, um die Kosten überschaubar zu halten.

Aber Rossis VR46-Mannschaft wird künftig in der WM als direkter Gegner des Mapfre-Aspar-Rennstalls in Erscheinung treten. Guareschi: «Es sieht so aus, als seien in unseren Land die Quellen an starken Nachwuchsfahrern versiegt. Deshalb müssen wir ungewöhnliche Wege gehen.»

Rossis Überlegung: Der Sprung von der italienischen Meisterschaft CIV in die WM ist zu gross, die CEV (2014 auch als neue EM geplant), soll eine Zwischenstation werden, vielleicht auch für seinen Halbbruder Luca Marini.

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