KTM-Pilot Jack Miller: Noch eine Schlüsselbein-OP!

Von Matthias Dubach
Moto3
Beim Jerez-Test gab Jack Miller einen starken Einstand auf der Werks-KTM im Team von Aki Ajo. Um 2014 angreifen zu können, muss er sich aber noch unters Messer legen.

Der IDM-125-Meister von 2011 hat in der WM einen konstanten Aufstieg hinter sich: Nun soll Jack Miller nächstes Jahr bei Red Bull KTM Ajo die nächste Stufe auf der Karrierenleiter erklimmen und erstmals um Siege kämpfen. In Jerez testete der Australier erstmals sein neues Arbeitsgerät, es handelte sich um eine KTM der Saison 2013.

Miller war auf Anhieb schnell und erzielte an beiden Testtagen die Bestzeit unter den sieben anwesenden Moto3-Fahrern. «Alles hat gut funktioniert, wir habe jede Menge verschiedener Sachen ausprobiert. Es war ein sehr produktiver Test. Wir haben gute Wege gefunden, das Bike auf verschiedene Arten abzustimmen. Die Rundenzeiten waren am Freitag auch sehr gut, speziell wenn man berücksichtigt, dass es ziemlich windig war.» Miller fuhr eine Bestzeit von 1:47,290 min.

Heftiger Sturz am zweiten Tag in Jerez

Allerdings musste der KTM-Neuling am Freitag auch seinen ersten Sturz auf dem österreichischen Motorrad hinnehmen, die Session musste für die Bergung von Fahrer und Bike für einige Minuten unterbrochen werden. In der Pressemitteilung des Ajo-Teams wurde der Sturz verharmlost, gegenüber SPEEDWEEK.com erzählte Miller: «Der Sturz in der ersten Kurve war ziemlich heftig. Wir haben andere Reifenmischungen ausprobiert, ich habe einfach ein bisschen zu sehr gepusht. Ich bin ans Gas gegangen und war noch zu stark auf der Bremse, das war mein Fehler. Es endete mit einem Highsider, ich bin ein bisschen auf den Kopf gefallen. Aber das kann passieren.»

Der bisherige Pilot des Racing Team Germany liess sich den harten Aufprall aber nicht anmerken. «Wir haben das Motorrad repariert und ich konnte danach erneut tiefe 47er Zeiten fahren. Das war ziemlich gut, ich bin sehr zufrieden. Auch die Arbeit mit den Jungs im Team ist sehr angenehm. Die Arbeit wird sehr seriös angepackt, aber gleichzeitig ist es auch ein grosser Spass.» Miller arbeitete mit Patrick Unger als Crew-Chief zusammen, diese Lösung dürfte für die kommende Saison bestand haben.

Diese Woche testet KTM noch in Almeria, danach wartet auf den Australier ein Arzttermin. «Ich werde eine Operation machen lassen, diesen Freitag oder in den Tagen danach. Es geht um das Schlüsselbein, wir müssen etwas richten lassen, was ein anderer Arzt angestellt hat», erklärte Miller, der sich im Indianapolis-GP das Schlüsselbein gebrochen hat, für die OP aus den USA nach England flog und eine Woche nach Indy wieder in Brünn startete!

Miller: «Ich habe mir das Schlüsselbein in Indy gebrochen und bin eine Woche darauf wieder gefahren. Natürlich hatte der Knochen nur vier Tage Zeit, um zu heilen. Es waren nicht einmal ganze vier Tage nach der Operation… Das kann natürlich nicht wirklich gut für den Knochen sein. Aber die Platte hat sich auch verbogen, wir müssen das nachbessern lassen. Es ist besser, das jetzt operieren zu lassen und es richtig machen zu lassen. Jetzt haben wir Zeit, um das zu erledigen, dann können wir nächstes Jahr wieder angreifen.»

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