Catalunya-GP: Rekordverdächtige Szenen in der Moto3

Von Oliver Feldtweg
Moto3
Mugello-GP 2014: Fenati führt vor Oliveira, Binder, Tonucci, ganz hinten Miller

Mugello-GP 2014: Fenati führt vor Oliveira, Binder, Tonucci, ganz hinten Miller

Nur 0,65 Sekunden lagen bei den ersten sechs Moto3-Rennen insgesamt zwischen dem Sieger und dem Zweiten. Es geht knapp zu. Auch zwischen Leader Jack Miller und Romano Fenati, die je dreimal siegten.

Die Moto3-WM 2014 geht am Wochenende mit dem GP-WM-Lauf auf dem Circuit de Catalunya in die nächste Runde. Die Werksfahrer von KTM (27 Siege in Serie!), Husqvarna, Honda und Mahindra (sorgen in diesem Jahr für viel Abwechslung und Spannung.

In Mugello kam es zum engsten Zieleinlauf der Geschichte aller Kategorien: Noch nie sind die ersten drei nach einem Rennen (Romano Fenati, Isaac Viñales und Alex Rins) nur durch 0,010 Sekunden getrennt worden. Und Miguel Oliveira auf der Mahindra lag nur 0,121 sec hinter dem Sieger – als Vierter.

Noch unglaublicher: Wenn man sich die Liste der zehn knappsten Zieleinläufe seit 1949 ansieht, dann haben 60 Prozent davon in Mugello stattgefunden! Das hat mit dem Zielspurt aus der entscheidenden Bucine-Kurve raus zu tun, die immer für Windschattenschlachten sorgt.

Mit dem Catalunya-GP (seit 1992 pausenlos im Kalender) beginnt das zweite Saisondrittel, Romano Fenati und Jack Miller haben je drei Rennen gewinnen, nur fünf Punkte trennen die beiden Kontrahenten und KTM-Werksfahrer. WM-Stand: 1. Miller 104. 2. Fenati 99. 3. Rins 87. 4. Vazquez 76. 5. Alex Márquez 60.

Letztes Jahr hat Luis Salom auf der Red Bull-KTM in Barcelona gewonnen, Alex Rins und Maverick Viñales standen neben ihm auf dem Podest.

In diesem Jahr könnten wir in Montmeló die erste Änderung an der Tabellenspitze erleben seit Millers Auftaktsieg in Katar.

Jack Millers Sturz in der Schlussrunde von Mugello kam den Australier teuer zu stehen: Er verlor seinen grossen Punktevorsprung – und bekam ausserdem zwei Penalty Points, weil er Enea Bastianini und Alex Márquez zu Fall brachte.

Romano Fenati aus dem Sky Racing Team VR46 von Valentino Rossi und Alex Rins aus dem Estrella Galicia 0,0 Honda-Team von Emilio Alzamora sitzen Miller jetzt im Nacken. «Rins wird mein gefährlichster Rivale», war sich der WM-Leader bereits beim GP von Frankreich bewusst.

SaxoPrint-RTG und Efren Vazquez bezahlten in Mugello den Preis für den Frühstart des Basken, und Alex Márquez (er hat gerade die Führerscheinprüfung bestanden) liegt nach dem Nuller in Italien bereits 44 Punkte hinter Spitzenreiter Miller.

Romano Fenati hat jetzt als erster Italiener seit Andrea Iannone 2009 in der Leichtgewichtsklasse (125 ccm/Moto3) drei WM-Rennen in einer Saison gewonnen.

Und Jack Miller ist 2ß14 bei allen sechs Rennen aus der ersten Startriehe losgefahren. Vor der Saison 2014 stand der WM-Siebte des Vorjahrs nie in Reihe 1!

das Qualifying ist hingegen eine klare Schwöche seines Rivalen Fenati: Der schaffte in Mugello als Vierter seit bestes Quali-Ergebnis seit dem Aragón-GP 2012.

Übrigens: Die Gesamtzeiten des Ersten und des Zweiten nach sechs Rennen liegen nur 0,65 Sekunden auseinander, also um rund eine Zehntelsekunde pro Rennen.

Auch der Circuit de Catalunya in Barcelona hat einen ähnlich langen Weg von der Zielkurve bis zum Zielstrich wie die Piste in Mugello. Um wie viel wird sich dieser Zeitabschnitt von 0,65 sec vergrössern?

Das Moto3-WM-Rennen (mit Philipp Öttl und Luca Grünwald, die in Mugello auf den Rängen 13 und 16 landeten) beginnt beim Catalunya-GP am Sonntag (15. Juni) um 11 Uhr.

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