Jack Miller: Nein zu MotoGP – 2015 in der Moto2

Von Günther Wiesinger
Moto3
Jack Miller: «Du wirst keine Überraschung erleben»

Jack Miller: «Du wirst keine Überraschung erleben»

Moto3-WM-Leader Jack Miller lässt sich nicht verführen. Er vollzieht wzar für 2015 einen Klassenwechsel, aber in die Moto2, nicht in die MotoGP. In Asen will er wieder aufs Moto3-Podest.

Der 19-jährige Australier Jack Miller, seit dem Saisonstart Spitzenreiter in der Moto3-WM, hat in den letzten Wochen von Honda die Anfrage bekommen, ob er sich einen direkten Aufstieg in die MotoGP-WM 2015 vorstellen könne.

Miller kam ins Grübeln. Bei einem entsprechend langfristigen Vertrag hätte er zum Beispiel in der ersten Saison eine Open-Honda RCV1000R fahren können und sich ohne Druck an die Karbonbremsen und die Bridgestone-Reifen gewöhnen können.

Aber seit seinem Landsmann Garry McCoy (1997/1998) ist kein Fahrer mehr von der kleinen Klasse in die Königsklasse aufgestiegen, und McCoy begnügte sich in der ersten 500-ccm-Saison noch mit einer nicht sonderlich giftigen 500-ccm-V2-Honda.

Nach dem Sturz in Mugello und Platz 4 in Barcelona haben Jack Miller und sein Red-Bull-KTM-Teamchef Aki Ajo (der Finne ist auch Millers persönlicher Manager) zweierlei beschlossen: 1. Es wird nur noch in dringenden Notfällen über die Saison 2015 gesprochen. 2. Jack Miller bestreitet 2015 die Moto2-Weltmeisterschaft.

Jack hatte gegenüber SPEEDWEEK.com bereits in Mugello versichert: «Du wirst keine Überraschungen erleben. Ich fahre definitiv ein Jahr Moto2-WM.»

Aber dem Moto3-WM-Leader und Red-Bull-KTM-Werksfahrer war deutlich anzusehen: Das Thema MotoGP reizte den hochtalentierten Draufgänger.

Doch heute erklärte Aki Ajo gegenüber SPEEDWEEK.com unvermissverständlich: «Jack hat den klaren Plan, 2015 einen Klassenwechsel zu machen. Und für ihn ist klar, dass sein nächster Schritt die Moto2-WM sein wird. Aber Jack konzentriert sich jetzt zu 100 Prozent auf die Moto3-Weltmeisterschaft.»

Könnte Miller wieder wankelmütig werden, wenn ihm ein lukrativer Drei-Jahres-Vertrag von HRC angeboten wird? Ajo wiederholt: «Jack denkt im Moment nicht an die MotoGP-Klasse. Er will zuerst um den Moto3-WM-Titel fighten. Er hat die Chance, ihn zu gewinnen und will sie nützen. Der logische nächste Schritt ist die Moto2-Klasse. Mehr will ich zu diesem Thema momentan nicht mehr sagen. Jack auch nicht. Im Moment ist die Situation klar.»

Aragón: Fortschritte beim Test

Beim Test im MotorLand Aragon mit dem KTM-Werk und WP Suspension wurde am Donnerstag und Freitag ergründet, warum Miller auf dem Circuit de Catalunya (wie in Mugello) keine Chance hatte, in den Kampf um den Sieg einzugreifen und warum Honda-Pilot Alex Márquez auf und davon fuhr.

Ajo: «Niemand ist perfekt. Wir haben wie immer gemeinsam analysiert, was wir besser machen können. Wir haben geschaut, welche Lehren wir aus dem Barcelona-Rennen ziehen können – und aus dem Aragón-Test. Wir haben dort etwas gefunden, was wir beim Chassis- und Suspension-Set-up für die nächsten Rennen nützen können. Das wird sich wohl bereits in Assen bewähren.»

Ist Assen eine gute Piste für KTM? «Bisher waren fast alle Strecken gut für KTM, es wurden sechs von sieben Rennen durch KTM-Fahrer gewonnen», hält Ajo fest. «Es ist schwierig zu sagen, ob Assen besser oder schwieriger für KTM ist als andere Pisten. Aber die Konkurrenz ist stark; sie hat bereits ein Rennen gewonnen. Wir müssen uns anstrengen, damit KTM in Assen wieder die Nummer 1 ist.»

«Wir haben bei den letzten zwei Rennen an Chattering-Problemen gelitten, was vorher nie vorgekommen ist», sagt Miller. «Die zwei Tage in Aragón waren perfekt, um dieses Problem in den Griff zu kriegen. Wir haben signifikante Fortschritte gemacht und haben einen guten Weg eingeschlagen. Ausserdem ist Assen eine Piste mit flüssigen Kurven, sie passt zu meinem Fahrstil. Das war bei den letzten zwei Rennen nicht der Fall. Ich hoffe, dass ich wieder aufs Podium komme und meine WM-Führung ausbauen kann.»

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