Juanfran Guevara: «2015 unter den Besten im Feld»

Von Otto Zuber
Moto3
Juanfran Guevara auf der Werks-Mahindra

Juanfran Guevara auf der Werks-Mahindra

Bei den letzten Testfahrten vor der Winterpause in Cartagena war Juanfran Guevara der schnellste Pilot im Mahindra-Werksteam. Für 2015 hat der Spanier große Erwartungen.

Bevor im Dezember das zweimonatige Testverbot begann, preschten Juanfran Guevara, Francesco «Pecco» Bagnaia und Rookies-Cup-Sieger Jorge Martin über die Rennstrecke von Cartagena, um Motor und Chassis der Werks-Mahindra an ihre Grenzen zu bringen. Guevara war mit 1:37,8 min 0,4 sec schneller als Bagnaia, 0,6 sec schneller als Rookie Martin und drehte 71 Runden.

Wie lautet deine Bewertung der ersten Saison mit dem Team Mapfre Aspar?

2013 war mein erstes Jahr in der Weltmeisterschaft, aber ich erreichte meine anfänglichen Ziele nicht. In diesem Jahr kam ich in das Aspar-Team. Das war ein sehr positiver Schritt für mich, persönlich und professionell gesehen. Ich habe 2014 einen großen Sprung gemacht, denn das Team hat mir viel beigebracht. Von Februar bis November, doch vor allem im letzten Drittel der Saison, konnte ich als Fahrer stark wachsen. Ich bin nun zweifellos ein besserer Pilot und habe in einigen Rennen gute Resultate erreicht. Das stärkt meinen Glauben an mich selbst und macht mich hungrig auf mehr.

2014 warst du der einzige Fahrer im Moto3-Team von Aspar. Wobei können dir deine beiden neuen Teamkollegen helfen?

Eine Saison ohne einen Teamkollegen war sehr positiv für mich, denn das Team konnte sich gänzlich auf mich konzentrieren. So viel Aufmerksamkeit war großartig, denn so konnte ich mich als Fahrer weiterentwicklen. Nun habe ich genug Erfahrung, um die Box mit Bagnaia und Martin zu teilen. Das wird großartig. Beide sind sehr schnell und ich bin davon überzeugt, dass wir uns gegenseitig pushen können.

Mit deinen Teamkollegen kamst du scheinbar von Anfang an gut aus.

Pecco kenne ich seit vielen Jahren, denn wir traten seit 2009 in den selben Meisterschaften an. Er war schon immer ein schneller und fokussierter Fahrer. Jorge habe ich öfter beim Training in der Gegend um Murcia getroffen. Wir sind zusammen Kart gefahren. Er ist ein super Typ. Er ist der Jüngste von uns und muss viel lernen, aber er ist bereit für den WM-Einstieg. Pecco wird sicher das ganze Jahr um Top-Platzierungen kämpfen.

Wie geht es deinem Fuß nach dem Sturz in Valencia?

Bis Montag dieser Woche war er noch mit Tape stabilisiert. Ich hatte eine Verstauchung zweiten Grades, aber die Erholung davon wird länger dauern als gedacht, denn es waren auch einige Sehnen, Bänder und Nerven betroffen. Doch ich hatte Glück, dass ich mir den Fuß bei diesem spektakulären Sturz nicht gebrochen habe.

Wie war dein erster Eindruck von der Mahindra?

Das Gefühl, das die Mahindra mir vermittelt ist ganz anders als bei meinem letztjährigen Bike. Sie lässt sich gut einlenken, umlegen und das Set-up ist einfach zu finden. Ich mag ihre Wendigkeit. Es ist großartig, ein Werk hinter sich zu haben, denn die Maschine wird schneller weiterentwickelt.

Wie macht es sich bemerkbar, dass ihr ein Werksteam seid?

Die Verbesserungen, die wir wollten, kamen schon beim nächsten Test. Wenn man für die neue Saison arbeitet, ist es wichtig, das gesamte Material und alle Verbesserungsmöglichkeiten zu erhalten, um das Bike für 2015 zusammenzustellen. Mahindra hat uns mit allem versorgt. Das erleichtert die Arbeit sehr.

Beim Test in Cartagena warst du sehr schnell.

In Catragena haben wir alle möglichen Dinge versucht. Nur bei einem Run habe ich für eine gute Zeit gepusht. Wir haben noch nicht das ganze Potenzial der neuen Maschine ausgeschöpft. Doch ich denke, dass wir durch harte Arbeit 2015 unter den Besten im Feld sein werden.

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