Dirk Heidolf (RTG): «In Aragón wissen wir mehr»

Von Sharleena Wirsing
Moto3
Racing Team Germany-Teamchef Dirk Heidolf

Racing Team Germany-Teamchef Dirk Heidolf

Das Racing Team Germany wird 2016 offenbar keine Startplätze in der Moto3-Weltmeisterschaft erhalten. Bevor dies bekannt wurde, beteuerte Heidolf, am Sonntag in Misano einen der Fahrer für 2016 vorzustellen.

Die Mechaniker und anderen Mitglieder des Racing Team Germany traf es am Freitag des Rennwochenendes in Misano wie ein Schlag, als sie vom Aus des Teams in der Weltmeisterschaft erfuhren. Teamchef Dirk Heidolf hatte sich bis dahin auch den Teammitgliedern gegenüber bedeckt gehalten.

Am Donnerstag hatte er gegenüber SPEEDWEEK.com noch über die Saison 2016 philosophiert: «Wir wollen auf jeden Fall bei Honda bleiben, die Gespräche laufen. Bisher sieht alles gut aus. Bis Aragón steht dann auch unser komplettes Fahreraufgebot fest. Sicher ist, das Alexis nicht bleibt. Er verhandelt gerade mit Moto2- und Supersport-Teams. Bei John liegt es an seinem Management, wir diskutieren gerade darüber. Die Struktur mit zwei Fahrern wird gleich bleiben. Am Sonntag stellen wir einen jungen Fahrer für 2016 vor. In Aragón wird der zweite Fahrer bestätigt.»

Nach den enttäuschenden Ergebnissen 2015 - Ausnahmen waren Masbous Sieg in Katar und Platz 2 für McPhee in Indy - sah sich das Racing Team Germany nach neuen konkurrenzfähigen Fahrern um. Die Erwartungen konnten McPhee und Masbou mit den WM-Plätzen 11 und 15 bisher nicht erfüllen. Nun ist klar, dass die Bemühungen vergeblich waren.

«In diesem Jahr macht der Fahrer den Unterschied. Das sieht man bei Danny Kent, der konstant ist und gewinnt. Bastianini, Quartararo und Navarro haben immer wieder Ups und Downs. Ich glaube nicht, dass es am Motorrad liegt. Durch das Reglement haben alle Fahrer einer Marke dasselbe Material. 2016 wollen wir an die Erfolge von 2014 oder Anfang 2015 wieder anknüpfen.»

Was geschieht mit Max Kappler, der 2015 bereits zwei Wildcard-Einsätze absolvierte? «Er ist auch noch eine Option, aber es ist von seinen nächsten Resultaten in der Junioren-WM abhängig. Es gibt auch die Möglichkeit, dass er ein Jahr in einem anderen Team fährt und dort lernt. Ich denke, es ist manchmal gut, wenn man im Ausland Erfahrungen sammelt. Wir könnten dann 2017 wieder zusammen etwas auf die Beine stellen. Das ist alles aber noch nicht bestätigt. Als deutsches Team wäre es natürlich gut, mit einem Deutschen zu fahren, aber es ist auch wichtig, gewisse Leistungen zu bringen.»

Wart ihr auch im Gespräch mit Peugeot für 2016? «Wir haben nie eine konkrete Anfrage von ihnen bekommen. Es waren nur ein paar Gespräche im Fahrerlager. Ich denke, sie haben fast mit jedem gesprochen. Wir saßen aber nie zusammen am Tisch. Für uns stand von vornherein fest, wie auch 2013, als wir dafür belächelt wurden, dass wir bei Honda bleiben wollen. Wir glauben an Honda. Seit der Einführung der Moto3-Klasse 2012 sind wir mit Honda-Material unterwegs. Wir sind auch in diesem Jahr gut behandelt worden.»

«Die Verträge mit Honda liegen uns vor, wir stehen auf der Liste. In Aragón wissen wir mehr. Natürlich werden auch KTM und Mahindra nachlegen, aber über das Peugeot-Projekt habe ich immer nur in den Medien gelesen», versicherte Heidolf noch am Donnerstag in Misano.

Es stand jedoch bereits fest, dass das Racing Team Germany für 2016 keine Startplätze mehr erhalten wird.

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