Gresini-Team: Was Bastianini die WM-Chance kostete

Von Günther Wiesinger
Moto3

Nach dem Misano-GP verlor Enea Bastianini in vier Rennen ganze 78 Punkte auf Miguel Oliveira. Die langwierigen Verhandlungen für 2016 waren ein Grund dafür und raubten Bastianini seine Titelchance.

Nach dem grossartigen Sieg von Enea Bastianini (Honda) beim Misano-GP herrschte bei Gresini Racing eitel Wonne. Der 17-jährige Italiener hatte noch Titelchancen, er wollte WM-Leader Danny Kent im letzten Saisondrittel noch gehörig unter Druck setzen.


Aber dann kam es zu langwierigen Transferverhandlungen, Eneas Onkel Francesco hatte von Alberto Vergani das Management des Jünglings übernommen. Das führte zu Misstönen, der Onkel pokerte hoch, denn beim Estrella Galicia 0,0-Honda-Team stand Fabio Quartararo vor dem Absprung Richtung Leopard Racing (als Nachfolger von Kent), Teamchef Emilio Alzamora suchte einen neuen starken Teampartner für Jorge Navarro.


Beim Australien-GP spitze sich die Lage zu. Am Donnerstag schien dort die Situation zwischen Francesco Bastianini und Teambesitzer Gresini hoffnungslos, Gresini-Teammanager Carlo Merlini versuchte sich als Mediator, auch Cheftechniker Fabrizio Cecchini geriet bei Bastianini in die Schusslinie.
Tags darauf wurde die Friedenspfeife geraucht, HRC-Manager Livio Suppo musste mehrmals vermittelnd eingreifen. Gresini überlegte sogar, sein Moto3-Team zuzusperren und Bastianini gehen zu lassen.

Am Sonntag nach dem Australien-GP setzte sich das Casino fort, aber inzwischen herrscht Einigkeit.
 «Wir werden auch 2016 mit Honda und Bastianini in der Moto3-WM fahren», erklärte Fausto Gresini, 125-ccm-Weltmeister 1985 und 1987, in Sepang gegenüber SPEEDWEEK.com.
 Und er fügte an: «Diese Diskussionen haben Zeit und Nerven gekostet.» Und Bastianini ist durch die wochenlangen Meinungsverschiedenheiten ausser Tritt geraten, er hat Platz 2 in der WM längst an Miguel Oliveira verloren.
 In den vier Rennen nach dem Misano-GP verlor Bastianini auf den KTM-Star ganze 78 Punkte.

Estrella Galicia-0,0-Teambesitzer Alzamora behilft sich jetzt mit dem Junioren-WM-Leader Aron Canet als Nr. 2. «Wenn er den Titel gewinnt, hat er sich den WM-Vertrag als Belohnung verdient», erklärte der 125-ccm-Weltmeister von 1999.
 Und wer wird der neue Teamkollege von Bastianini bei Gresini, da Locatelli zu Leopard Racing geht?
 «Ich werde voraussichtlich einen jungen Italiener verpflichten», verriet Gresini.

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