Weltmeister Danny Kent: Phillip Island als Tiefpunkt

Von Sharleena Wirsing
Moto3
Beim Saisonfinale in Valencia sicherte Danny Kent den Moto3-Titel für Leopard Racing und Honda. Doch wegen seines Leistungseinbruchs in den letzten Rennen wurde er harsch kritisiert.

Die erste Hälfte der Moto3-Saison 2015 wurde von Danny Kent gnadenlos dominiert. Er gewann drei der ersten vier Rennen – zwei davon mit über acht Sekunden Vorsprung – und stand bei acht der ersten neun Rennen auf dem Podest. Bei seinem Heimrennen in Silverstone gelang ihm sein sechster Sieg.

Doch in den letzten acht Rennen blieb der Brite dreimal punktelos. Nach dem Silverstone-GP hatte der Honda-Pilot 110 Punkte Vorsprung auf Miguel Oliveira. Der Portugiese hatte in den fünf Rennen vor dem Saisonfinale 86 Punkte auf Leopard-Pilot Kent gutgemacht. Doch Kent ging mit 24 Punkten Vorsprung in das Rennen von Valencia und sicherte mit Platz 9 den Titel.

Für seine schwache zweite Saisonhälfte musste Kent viel Kritik einstecken. Bei der SPEEDWEEK.com-Fahrerwahl schaffte es Kent mit 16,67 Prozent der Stimmen nur auf den vierten Platz hinter Philipp Öttl. Die Fans waren von seiner schwachen zweiten Saisonhälfte enttäuscht.

Du musstest nach dem Titelgewinn viel Kritik für die Probleme bei den letzten Rennen hinnehmen. Was war dein persönlicher Tiefpunkt? «Die letzten Rennen 2015 waren hart. Auf Phillip Island fühlte ich mich das gesamte Wochenende über sehr stark. Ich dachte, ich hätte große Chancen, auf der Insel Weltmeister zu werden. Meine Pace war stark, aber der Sturz war auch meine Schuld. Ich würde sagen, das war sehr schwer für mich.»

Auf die Saison 2015 bereitete sich Danny Kent an der Seite von MotoGP-Pilot Jack Miller in Australien und Spanien vor. Konnte ihm der Moto3-Vizeweltmeister von 2014 hilfreiche Tipps geben? «Jack und ich sind schon lange gute Freunde. Wir kennen uns seit vier Jahren. Er lebt in Spanien an einem sehr schönen Ort, wo wir viel zusammen trainieren. Er kannte sich natürlich mit dem Druck aus, der auf einem WM-Anwärter lastet. Wenn er den Eindruck hatte, dass er mir helfen kann, kam er vorbei und sagte mir, dass ich ruhig bleiben muss. Das ist leicht gesagt, aber es ist schwer umzusetzen, wenn man ein 24-Runden-Rennen vor sich hat, das einen zum Weltmeister machen könnte. Deine Gedanken verselbstständigen sich, was es sehr schwierig macht.»

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