SMX und MXoN – Roger de Coster redet Klartext

Von Frank Quatember
Motocross
Roger de Coster hat das Standing, um deutliche Kritik zu äussern

Roger de Coster hat das Standing, um deutliche Kritik zu äussern

Der 72-jährige Roger de Coster war kein Freund vom Supermotocross Cup in der Veltins Arena und auch das Motocross der Nationen wird vom Belgier kritisiert – und damit indirekt Youthstream.

Gut gelaunt war Roger de Coster im Paddock des SMX «Race of the Century» nicht. Der 72-jährige hielt mit seiner Kritik an der überdimensionierten Veranstaltung in der Veltins-Arena nicht hinter dem Berg. «Das einzig Gute an dieser Veranstaltung ist, dass man die besten europäischen Fahrer gegen einige unserer besten Fahrer auf der Strecke sehen kann. Wobei der Track schon sehr, sehr einfach ist», brummt der bekannte Belgier. «Ansonsten kann ich nicht viel Gutes erkennen. Wir haben Supercross und Outdoors und ich denke nicht, dass wir etwas dazwischen brauchen.»

Einmal in Fahrt, legt de Coster weiter nach. Auch das hochgelobte MXoN in Maggiora kriegt sein Fett weg – und das beginnt bereits beim Regelwerk. «Es hat sich nichts an meinen Aussagen geändert», betont der fünfmalige Weltmeister. «Wir hatten ein sehr junges Team, das meiner Ansicht nach den Job sehr gut erledigt hat. Es ist viel gegen uns gelaufen, das fing schon bei der Startauslosung an.  Bei der Startgeraden in Maggiora hast du von Platz 35 aus keine Chance. Ich finde diese Auslosung Unsinn, die Top-Nationen müssten gesetzt werden. Wer hat etwas davon, wenn Brasilien die beste Position am Gatter hat?»

Beim Thema Fahrsicherheit und dem lieben Geld wurde de Coster ebenfalls deutlich. «Es wird immer komplizierter, motivierte Fahrer zu finden. Dazu kommt, dass wir nicht sehr gut behandelt werden, wenn wir nach Europa kommen. Wenn wir etwa nicht genug Pässe für unser Team bekommen, so kann man diese Stars in unserem Sport nicht behandeln. Es gibt vieles, was besser gemacht werden sollte, um das Interesse der Topfahrer am MXoN zu erhalten.»

«Es wird auch immer von Sicherheit und nochmals Sicherheit gesprochen. Aber dann lassen sie Fahrer gegeneinander fahren, wo 15 Sekunden pro Runde Differenz dazwischen liegen», wundert sich de Coster. «Das sollte sich nach der Quali erledigt haben. Wenn dieser verrückte Fahrer nicht auf Jason gesprungen wäre, hätten wir den Cup geholt. Egal, ob Webb gestürzt wäre. Ich bin aber vor allem froh, dass Jason nicht mehr passiert ist, er hätte gelähmt sein können.»

De Coster plaudert weiter aus dem Nähkästchen. «Youthstream zahlt 2400 Dollar Preisgeld für ein Team, davon kann man nicht einmal ein Business Class-Flugticket kaufen. Und dass soll unter drei Fahrern aufgeteilt werden? Und bei diesem Rennen wird viel Geld mit TV, Zuschauern und Sponsoren verdient. Wir reden ja über solche Dinge mit Giuseppe, aber die denken leider, dass sie immer Recht haben. Er macht allerdings auch viele Sachen gut, TV, die gesamte Darstellung nach außen, die Pitlane. Das muss man auch sagen.»

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