Wachstumsmarkt Afrika: FIM baut in Kenia neue Motorrad-Akademie auf
Die FIM baut in Kenia ein Mentoring-Programm zur Entwicklung langfristiger Kapazitäten im Motorradsport in Afrika auf und will den Motorradsport damit auf internationalen Standards heben.
Motorsport ist traditionell eng mit der Wirtschaft verbunden. Das Interesse der Hersteller besteht in der Vermarktung ihrer Produkte. Im Wettkampf werden die Qualitätsnachweise für die Erzeugnisse unter härtesten Bedingungen erbracht. Doch Europa ist längst kein Wachstumsstandort mehr. Der Kontinent ist geprägt von hohen Energiepreisen, einem demografischen Wandel mit der Folge einer überalterten Bevölkerung, von Fachkräftemangel, Bildungsnotstand und unüberwindbaren bürokratischen Barrieren sowie einer überregulierten Wirtschaft.
Innovation vs. 'Green Deal'
Während die USA auf Wachstum und Innovation setzen und China auf staatlich gesteuerte Industriepolitik, führte Europa mit dem 'Green Deal' eine CO2-Bepreisung ein, die zu noch höheren Unternehmens- und Verbraucherpreisen und notwendigerweise zur Abwanderung von Schlüsselindustrien aus Europa führt.
Afrika als Wachstumsmarkt der Zukunft
Die Wachstumsmärkte der Zukunft sind also nicht in Europa, sondern in Asien und Afrika. Das haben Motorrad-Weltverband und Serienvermarkter erkannt. Dazu kommt, dass in den so genannten 'Schwellenländern' Motorräder noch echte Fortbewegungsmittel sind, während sie in Europa und den USA zu reinen Lifestyle-Produkten mutiert sind.
Afrika gehört also die Zukunft und deshalb hat die FIM kürzlich ein Mentoring-Programm zur Entwicklung langfristiger Kapazitäten auf dem afrikanischen Kontinent gestartet. Mit diesem Programm unterstützt die FIM den kenianischen Verband beim Aufbau neuer Strukturen im Motorradsport. Im Mittelpunkt stehen dabei die strategische Entwicklung, Trainer-Ausbildung nach internationalen Standards und der langfristige Kapazitätsaufbau. Das Vorhaben knüpft an etablierte FIM-Mentoring-Programme an, darunter ein dreijähriges Projekt in Indonesien.
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