Livio Suppo: «Schlecht für Honda, gut für den Sport»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Livio Suppo im Gespräch mit Lin Jarvis

Livio Suppo im Gespräch mit Lin Jarvis

Repsol Honda-Teamprinzipal Livio Suppo und Lin Jarvis von Yamaha sind sich einig: Von der Teilnahme zusätzlicher Werke an der MotoGP-WM profitieren vor allem die Fans.

In der Vergangenheit konnten sich Honda und Yamaha oft die besten MotoGP-Fahrer nach Belieben aussuchen, selbst für Ducati standen seit 2003 manchmal nicht die besten Fahrer zur Auswahl, da bildeten Capirossi, Stoner sowie Rossi und jetzt Lorenzo die Ausnahmen.
Durch den Einstieg von Suzuki, Aprilia und KTM ist dieses Gefüge gehörig durcheinander geraten.
Die starken Fahrer haben jetzt mehr Auswahl, weil es sechs Werksteams gibt, die Kundenteams haben Mühe, Topfahrer zu finden.

Deshalb kamen für 2017 sogar Rookies wie Alex Rins und Sam Lowes in MotoGP-Werksteams, obwohl sie bisher keinen Weltmeistertitel gewonnen haben, zumindest nicht im GP-Sport. «Sicher wird es für die renommierten Werke jetzt schwieriger, die ganz starken Fahrer zu engagieren», ist sich Livio Suppo bewusst, der Repsol Honda-Teamprinzipal. «Schon die Saison 2016 war etwas besonders, wir haben bei den Fahrern neun unterschiedliche Sieger erlebt und bei den Werken vier unterschiedliche Gewinner gesehen. Das ist gut für die MotoGP-Weltmeisterschaft, ein großes Plus für diese Rennserie. Es wird wohl passieren, dass die Fahrer künftig öfters das Fabrikat wechseln. Das ist schlecht für Honda, aber gut für den Sport. Ein echtes Plus für die MotoGP-WM.»


Auch Lin Jarvis, Managing Director von Yamaha Factory Racing, begrüßt die Teilnahme der zusätzlichen Werke. «Das ist ein positiver Trend, ohne Frage», sagt der Engländer. «Ich denke, die Fahrer und die Fans werden die großen Profiteure dieses Trends sein. Denn die Show wird sich verbessern, es werden mehr Fans auf den Tribünen ihrer eigenen Lieblingsmarke zujubeln können, es können mehr Teams bejubelt werden. Generell werden dadurch die Fahrergagen in die Höhe gejagt. Denn in der Vergangenheit fanden die Piloten nur sechs Plätze bei Werksteams, die verfügbar waren. Jetzt sind es zwölf Werksplätze. Bei den wenigen echten Topfahrern wird sich bei den Gagen wenig ändern. Aber es wird den Satellitenteams schwer fallen, junge Talente anzulocken und bei der Stange zu halten. Das wird ein sehr kritischer Punkt sein. Denn die Werksteams haben in der Regel mehr Geld als die Kundenteams. Wir sehen 2017 in der MotoGP-WM erstmals zwölf Fahrer mit einem Werksvertrag am Start. Das ist eine der größten Veränderungen in der Gegenwart dieser Kategorie. Trotzdem: Die Top-4-Fahrer werden auch in Zukunft zu den zwei ‚winning teams’ tendieren. Das wird unverändert so bleiben.»

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