Australien-Debatte in Thailand: Brad Binder (KTM) wünscht sich Doppel-GP
Für Brad Binder geht es am beim zweitägigen Test in Thailand um eine bessere Saisonvorbereitung als im vergangenen Jahr. Neben Fragen zum Testverlauf kam er nicht um das Thema Adelaide herum.
«Es ist schön, wieder in Thailand zu sein. Ich freue mich, dass es jetzt losgeht», eröffnete Brad Binder das Gespräch. Der erste Testtag soll die Ergebnisse des vorangegangenen Sepang-Tests bestätigen. «Wir werden ein paar neue Teile Testen. Wir fahren nicht nur Angriffe auf die Bestzeit, es geht darum, Runden zu drehen und unsere Auswahl an Teilen zu bestätigen. Am zweiten Tag können wir dann stärker eingrenzen und auch schnellere Zeiten fahren. Der erste Tag wird also hektisch, um die Teile durchzubekommen», so der Südafrikaner zum Plan für den Buriram-Test.
Im Vergleich zur Vorsaison sieht Binder KTM besser aufgestellt. «Wir haben mehr zu testen als im letzten Jahr. Damals mussten wir uns mehr auf das konzentrieren, was wir hatten und versuchten, es zu optimieren. Jetzt haben wir neue Teile, die wir ausprobieren können. Es sind keine riesigen Updates, sondern viele kleine, die sich besser anfühlen. Wir müssen nun versuchen, dieses zusätzliche Gefühl in mehr Geschwindigkeit umzuwandeln.»
KTM-Veteran Binder über 2025 – Schlimmer konnte es nicht werden
Auf die Frage, ob er verstanden habe, was 2025 schiefgelaufen sei, antwortete Binder: «Nicht komplett. Ich habe aber das Gefühl, dass es nicht viel schlimmer werden kann. Wir werden uns gut schlagen.» In der vergangenen Saison blieb Binder das erste Mal in seiner MotoGP-Karriere ohne Podiumsergebnis in einer Saison und rutsche auf Rang 11 der Tabelle ab. Erst in der zweiten Saisonhälfte fuhr er wieder regelmäßig in die Top-10.
Sein Ansatz für die neue Saison ist klar definiert: «Meine Idee ist, die Dinge entspannter anzugehen, mich nicht in kleinen Details zu verlieren und mein Bestes zu geben.»
Phillip Island ist «episch» - ein Stadtrennen reizvoll
Auch Binder wurde auf das Aus des Phillip Island GP angesprochen: «Phillip Island ist ein epischer Ort. Jeder liebt es dort. Es ist eine meiner Lieblingsstrecken, und ich fahre unglaublich gern dorthin, weil es so ein ikonischer Platz ist.» Gleichzeitig zeigte er sich offen für Neues. «Ich bin noch nie ein Straßenrennen gefahren, also könnte das ziemlich cool sein. Ich denke, es wäre großartig für die Fans und wahrscheinlich einfacher für die Leute, dorthin zu kommen. Einerseits ist es cool, etwas Neues zu haben – andererseits wäre es großartig, zwei Rennen in Australien zu fahren.»
Seit Jahren setzt sich Binder für ein Heimrennen in Südafrika ein. Fortschritte gebe es zumindest in Gesprächen: «Ich denke, es könnte möglich sein. Ich weiß, dass darüber gesprochen wurde, die MotoGP zurückzubringen.» Der letzte GP in Südafrika fand 2004 in Welkom statt. «An den Strecken müssten ein paar Details aktualisiert werden. An bestimmten Stellen braucht es mehr Auslaufzonen. Und es kostet eine Menge Geld, die MotoGP dorthin zu bringen. Für einen Ort, der ohnehin schon zu kämpfen hat, ist das schwierig. Wir brauchen also private Leute, die das Geld auf den Tisch legen.»
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