Jonas Folger (6.): «Von Maverick einiges abgeschaut»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Tech3-Yamaha-Pilot Jonas Folger ist zwar ein Rookie, aber er mischt in der MotoGP-WM bereits vor dem ersten Rennen mitten unter den Stars mit. «ich kann gut ans Limit gehen», sagt er.

Platz 4 beim Australien-Test, ausgezeichneter sechster Platz am ersten Abend des MotoGP-Tests auf dem Losail International Circuit in Katar: Jonas Folger mausert sich neben Viñales zum großen Überraschungsmann der Wintertests 2017.

«Ich gehe momentan mit wenig Erwartungen in die Tests, damit die Enttäuschung nicht zu groß ist, falls es einmal nicht gut läuft. Aber es läuft momentan ganz gut», freute sich der 23-jährige Bayer. «Platz 6 am Schluss, das ist astrein für den ersten Tag. Ich habe wieder ziemlich schnell auf die Strecke eingeschossen. Es läuft im Moment ungefähr so wie bei den letzten Tests. Teamkollege Zarco ist bis auf 0,1 sec an meine Zeit heran gekommen. Das überrascht mich nicht. Der Johann wird immer an mir dranbleiben. Da bin ich mir ganz sicher; er ist ein starker Fahrer, er lässt nicht locker. Ich werde mich auch während der Saison schwertun, den Johann zu besiegen. Er wird in diesem Jahr der schwerste Rookie-Gegner.»

Folger weiter: «Das war der erste Tag, der hier in Katar immer sehr schwierig ist, weil so viel Sand auf der Strecke ist. Es dauert eine Weile, bis sich der Gummi auf der Strecke verteilt und der Asphalt und der Grip besser wird. ich denke, dass es morgen ein Stück schneller gehen wird.»

«Ich habe mich zuerst einmal hier an die neue Strecke gewöhnen müssen, ich bin ja erstmals mit der MotoGP-Maschine hier. Ich bin überall, wo wir jetzt hinkommen, mit der Yamaha neu auf der Strecke. Es geht also am ersten Tag darum, einen richtigen Rhythmus aufzubauen und die richtigen Linien zu fahren. Das funktioniert momentan ganz gut. Es dauert vier, fünf Turns, dann sind wir schon gut im Rhythmus drin, dann können wir eigentlich relativ rasch am Set-up weiter arbeiten. Das Vertrauen zum Motorrad ist vielleicht noch nicht zu 100 Prozent da, aber es ist schon gut, ich kann gut ans Limit gehen. Ich spüre das Limit relativ gut, das war auch heute so. Mir ist zwei-, dreimal das Vorderrad eingeklappt, aber ich habe es immer abfangen können. So wie es momentan läuft, muss es eigentlich sein», ergänzte Jonas.

«Ich kann im Moment noch viel lernen von den andern, allerdings kommt man beim Testen auf der Strecke nicht so oft mit einem Gegner zusammen. Besonders die schnellen Fahrer versuchen immer, allein zu fahren. Aber ich habe heute einmal die Chance gehabt, hinter Maverick herzufahren und habe mir dabei ein bisschen was abschauen können. Unsere Pace war sehr ähnlich, es war eigentlich nicht so viel Unterschied. Aber es gibt Kleinigkeiten, die er besser macht; da muss ich mich leicht umstellen. Maverick ist wie ich ein Neuling auf der Yamaha. Am Anfang hat es immer geheißen, man soll mit der M1 relativ weich fahren. Aber der Maverick ist einer der ersten Fahrer, die auf der Yamaha mit einem aggressiven Fahrstil schnell sind. Das macht die Sache interessant. Er ist nicht überall besser, aber vom Maverick kann man sich einiges abschauen.»

Die Katar-Zeiten um 23 Uhr Ortszeit (21 Uhr MEZ)

1. Andrea Dovizioso, Ducati, 1:54,818
2. Maverick Vinales, Yamaha, 1:55,179
3. Cal Crutchlow, Honda, 1:55,420
4. Karel Abraham, Ducati, 1:55,613
5. Jorge Lorenzo, Ducati, 1:55,617
6. Jonas Folger, Yamaha, 1:55,641
7. Valentino Rossi, Yamaha, 1:55,679
8. Dani Pedrosa, Honda, 1:55,691
9. Johann Zarco, Yamaha, 1:55,704
10. Andrea Iannone, Suzuki, 1:55,751
11. Danilo Petrucci, Ducati, 1:55,829
12. Marc Márquez, Honda, 1:55,900
13. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:55,915
14. Jack Miller, Honda, 1:56,015
15. Scott Redding, Ducati, 1:56,084
16. Álvaro Bautista, Ducati, 1:56,116
17. Loris Baz, Ducati, 1:56,193
18. Alex Rins, Suzuki, 1:56,941
19. Pol Espargaró, KTM, 1:56,666
20. Sam Lowes, Aprilia, 1:57,091
21. Tito Rabat, Honda, 1:57,456
22. Mika Kallio, KTM, 1:58,039
23. Bradley Smith, KTM, 1:58,754

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