Valentino Rossi: Wie er zu einem MotoGP-Team kommt

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Valentino Rossi

Valentino Rossi

Valentino Rossi beteuert, er habe momentan keinen Plan für die Gründung eines MotoGP-Teams. Aber für 2019 könnte es anders aussehen. Denn Dorna-Chef Ezpeleta möchte gern ein VR46-Team in der Königsklasse sehen.

Für Valentino Rossi war der Freitag in Jerez ein Tag zum Vergessen, Platz 16 in der Früh, Platz 16 am Nachmittag.

Und erstmals in seiner gesamtem Karriere wurde der italienische Superstar von einem österreichischen Motorrad besiegt. Denn Pol Espargaró steuerte die KTM RC16 im zweiten Training auf Platz 10.

«Ich denke, KTM hat ein großartiges Potenzial. Ich habe erwartet, dass sie nach vorne stoßen werden, denn sie haben viele erfahrene Techniker im Team. Sie haben ein vielversprechendes Projekt, sie werden sich noch stark verbessern», meinte der Yamaha-Star.

In letzter Zeit war wieder einmal zu hören, Valentino Rossi werde mit seinem SKY VR46-Team in die MotoGP-Klasse aufsteigen.
Aber Rossi beteuert, da sei wirklich nichts dran. «Diese Gerüchte gab es schon vor einem Jahr, und auch damals waren sie erfunden», hielt der WM-Leader fest. «Diese Meldungen haben auch jetzt null Wahrheitsgehalt. Wirklich.»

Aber man sagt: Wo Rauch ist, ist auch Feuer.

Rossi: «Das Einzige, was passiert ist, Carmelo Ezpeleta hat zu mir gesagt, er wäre sehr happy, wenn ich ein MotoGP-Team gründen würde. Es freut mich, dass er das so sieht. Ich bedanke mich dafür herzlich bei ihm. Aber wir haben im Moment keine diesbezüglichen Pläne, unser Rennstall ist nicht groß genug, wir sind soeben neu in die Moto2-WM eingestiegen... Wir haben gar nicht genug Manpower für so ein Projekt. Und es hat sich nichts geändert: Unser Plan ist es, junge italienische Fahrer in den zwei kleinen Klassen aufzubauen. Also reichen uns die Klassen Moto3 und Moto2 wirklich.»

Rossi wird sich wahrlich während seiner aktiven Laufbahn kein MotoGP-Team aufhalsen.

Rssi könnte also frühestens 2019 als Teambesitzer in die MotoGP-WM einsteigen, aber er würde das wohl nur mit Yamaha machen, und da wird es schwierig, denn die aktuellen 23 Plätze sind bis inklusive 2021 fix an die existierenden Teams vergeben.

«Bis 2021 sind die aktuellen Teams vertraglich an die Dorna gebunden», hält Hervé Poncharal fest, der nicht nur IRTA-Präsident, sondern auch Besitzer des Tech3-Yamaha-Teams mit Zarco und Folger ist. Poncharal weiter: «Carmelo hat immer gesagt, die ideale teilnehmerzahl in der MotoGP sei 24. Er will das am liebsten mit sechs verschiedenen Herstellern mit sechs Vierter-Teams erreichen. Deshalb wird für 2018 für LCR ein zweiter Platz frei gehalten. Das war immer so geplant und ist auch so kommuniziert worden.»

Aber es gibt immer Möglichkeiten. Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Zum Beispiel verfügt Fausto Gresini über zwei Plätze bis 2021, aber sein Aprilia-Vertrag endet nach der Saison 2018.
Wenn Dorna-Chef Ezpeleta will, kann er Gresini diese beiden Plätze abkaufen und für 2019 an Rossi weiterreichen.

Oder er fädelt ein Joint Venture mit einem Team wie Avintia oder Pull & Bear Aspar ein. Diese MotoGP-Teams sind sowieso konstant finanziell unterversorgt und hängen am Dorna-Tropf.

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