Jonas Folger: Rundenzeiten gestrichen – Platz 2!

Von Sharleena Wirsing
MotoGP
Jonas Folger in Brünn

Jonas Folger in Brünn

Lediglich Ducati-Star Andrea Dovizioso ist nach den zwei MotoGP-Trainings am Freitag in Brünn schneller als Jonas Folger (Yamaha Tech3). «Das kann ein gutes Wochenende werden», glaubt der Bayer.

Im trockenen zweiten Training brauste Jonas Folger in Brünn auf den zweiten Platz, nachdem er in der nassen ersten Session Zehnter wurde. Beim Blick auf die Zeitenliste finden wir lediglich Ducati-Werksfahrer Andrea Dovizioso 0,398 sec vor dem Deutschen.

«Wir haben gut angefangen, mit dem zweiten Platz habe ich nicht mehr gerechnet, nachdem meine Rundenzeiten gestrichen wurden», meinte Folger im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Diese Strafe erhielt er wie viele andere auch, weil er die Streckenmarkierungen überfahren hat.

«Gegen Ende hatten wir in der Hektik keine Zeit Reifen zu wechseln, ich fuhr mit gebrauchten raus», schilderte der MotoGP-Rookie. «Das hat ganz gut funktioniert und ich konnte noch eine anständige Zeit fahren. Das Gefühl ist da, es passt. Der Speed war vor dem Sachsenring auch schon da, das ist jetzt die Bestätigung, dass wir schnell sind. Das war ein guter erster Tag.»

Zu den wechselnden Bedingungen meinte Folger: «Es war sicher nicht schlecht, dass wir im Regen gefahren sind. Der Grip war stark, ich konnte ein Gefühl aufbauen. Es schaut so aus, als wäre es am Sonntag regnerisch. Wir sind aber auch im Trockenen schnell. Das ist ein gutes Gefühl, wenn man nicht nur im Regen schnell ist. Die Balance im Nassen passt noch nicht ganz, aber das war ja auch nur ein Training, wir hatten nicht so viel Zeit. Falls es noch mal nass wird, wissen wir, was wir ändern müssen. Im Regen ist die größte Schwierigkeit sitzen zu bleiben, weil das Sturzrisiko größer ist als im Trockenen.»

Für die partielle Neuasphaltierung fand der Yamaha-Youngster lobende Worte: «Zwei oder drei Kurven wurden geändert, die bekamen neuen Asphalt. Der hat mehr Grip als der alte Belag und die Bodenwellen sind nicht mehr da. Letztes Jahr waren in diesen Kurven ziemlich viele Wellen, das haben sie gut gemeistert. Der Übergang vom alten auf den neuen Asphalt ist sauber.»

Letztes Jahr gewann Folger das Moto2-Rennen in Brünn. Ist die Erwartungshaltung auf einer Strecke, auf der du schon gewonnen hast, höher? «Nein, mit der MotoGP-Maschine ist jede Rennstrecke für mich neu», hielt der 23-Jährige fest. «Natürlich sind die Erwartungen nach dem Sachsenring nach oben gegangen, weil wir wissen, dass etwas möglich ist. Heute haben wir astreine Arbeit gemacht, zweiter Platz auf gebrauchten Reifen ist super. Aber wir müssen abwarten, wie das Wochenende weiter läuft. Das könnte ein gutes Wochenende werden. Jetzt brauche ich nur noch mehr Bremsstabilität, damit ich schneller in die Kurven fahren kann. Brünn ist eine sehr flüssige Strecke, da muss man viel Kurvenspeed mitnehmen. Das ist momentan mein größtes Problem.»

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