Cal Crutchlow (5.): «Jack, Scott & Aleix – alle Müll»

Von Frank Aday
MotoGP
Cal Crutchlow noch vor Rossi

Cal Crutchlow noch vor Rossi

Obwohl Cal Crutchlow nach seinem schweren Sturz am Samstag angeschlagen in das MotoGP-Rennen in Brünn ging, lieferte er mit Platz 5 eine solide Leistung ab – und wetterte über einige Gegner.

Nach seinem schweren Crash auf dem Öl von Álvaro Bautistas Ducati im FP3 von Brünn eroberte Cal Crutchlow im MotoGP-Rennen am Sonntag den fünften Platz. «Auf dem Bike fühlte ich mich okay. Ich war nicht zu hundert Prozent fit, aber die Schmerzen hielten sich in Grenzen. Es war ein seltsames Rennen, bei dem die Konzentration eines der wichtigsten Dinge war. Doch es war okay, obwohl ich mich am Morgen gefühlt hatte, wie von einem Bus überfahren», berichtete der WM-Neunte.

Über seine Gegner nahm Crutchlow erneut kein Blatt vor den Mund. «Der Bikewechsel war heute nur für einen Fahrer entscheidend. Die Jungs, die in der Runde danach an die Box fuhren, also vor uns, waren alle Müll. Jack, Scott oder Aleix. Es brachte nichts, früh an die Box zu fahren, weil sie ohnehin Müll sind. Doch ich bin mir sicher, dass sie wieder alle dasselbe Problem hatten: ein schlechter Hinterreifen. Wie oft haben sie schon gesagt, dass sie keinen Grip haben? Sie können einfach nicht damit umgehen», wetterte der LCR-Honda-Pilot.

«Ich folgte Dani, um ganz ehrlich zu sein. Ich sah, als Marc reinfuhr. Er machte zwei Kurven vorher langsamer. Ich wusste, dass er reinfährt. Wenn ich das auch gemacht hätte, dann wäre ‹game over› gewesen und wir zwei hätten vorne fahren können. Wir wären Erster und Zweiter geworden. Doch ich dachte, dass Dani das Rennen gewinnen würde, also machte ich das, was er tat. Als wir wieder rausfuhren, machte er beim Überholen einen besseren Job. Ich war eigentlich schneller, aber er kam besser an Petrucci vorbei. Dafür brauchte ich zehn Runden, weil ich im fünften und sechsten Gang keine Chance gegen ihn hatte. Ich kam einfach nicht vorbei. Zudem musste ich auf meinen Vorderreifen achten, denn er war zu weich für mich.»

«Ich bin enttäuscht, denn ich dachte, dass ich es auf das Podest schaffen kann. Das war mein Ziel. Doch ich denke, wir waren für die Situation im Rennen gut genug. Ich brauchte zu lange, um die Ducati zu schnappen. Als Fahrer musst du auf der Strecke alleine Entscheidungen treffen. Ich entschied mich, nicht mit Marc in die Box zu fahren. Und das war die falsche Entscheidung», räumte Crutchlow ein. «Am Ende holte mich Vale noch ein. Doch mein Vorderreifen war hinüber und mein Hinterreifen war nie ideal. Drei Runden vorher machte ich langsamer, weil ich dachte, dass er mich in der letzten Runde ohnehin schnappen würde. Doch ich wurde Fünfter und lag nicht so weit hinter den Werkspiloten. Das ist in Ordnung.»

Beim Bikewechsel in der Boxengasse kollidierte Aleix Espargaró mit Andrea Iannone. «Es ist für alle gefährlich, aber auch für alle gleich. Das ist Teil der Show. Wir fahren Motorradrennen. Für manche war der Sturz von Iannone eine gute Show. Ich denke, das ist trotzdem die beste Lösung für diese Situation. In dieser Meisterschaft machen sie einen guten Job mit den Regeln. Das hört sich hart an, aber es ist wahr: Du musst eben rein und raus aus der Boxengasse. Alle anderen haben das geschafft. Im nächsten Rennen könnte uns das passieren. Aber so ist es eben.»

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