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Krieg im Nahen Osten: Was sind die Alternativen zur Absage des Katar-GP?

In der gegenwärtigen Lage im Nahen Osten scheint eine Absage der MotoGP-Veranstaltung in Katar unausweichlich. Offizielle Stellungnahmen gibt es weiter nicht. Noch wird an Alternativen gearbeitet.

MotoGP

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Die traurige Realität: Wieder einmal befindet sich der Nahe Osten im Ausnahmezustand. Der Krieg im Iran, der seit dem 28. Februar neben Israel auch andere Anrainerstaaten unter eine Brandwolke zwingt, hat tiefgreifende und weltweite Auswirkungen. Fast schon nebensächlich erscheinen vor der Bedeutung für Frieden und Weltwirtschaft die Konsequenzen für kommerzielle Sportevents.

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Wie bereits auf SPEEDWEEK.com berichtet, droht nach der Verschiebung der WEC Langstreckenweltmeisterschaft auch das Aus für die MotoGP. An ein ganz schnelles Ende der Gewalt und eine genauso schnelle Normalisierung der Zustände auch in Randregionen wie Katar glauben eine gute Woche nach Kriegsausbruch auch Optimisten nicht. Eine Absage des seit 2004 fix zum MotoGP-Kalender zählenden Wüstenrennens scheint unausweichlich.

Absagen oder Verschieben?

Von der Kommandobrücke der MotoGP werden auch weiterhin keine offiziellen Nachrichten übermittelt. Die Beratungen zwischen Veranstaltern in Katar und Promotern drehen sich im Wesentlichen nicht um die Frage, ob der Große Preis von Katar wie geplant am 12. April über die Bühne geht. Allen Beteiligten ist klar, dass eine Durchführung der Veranstaltung im Kriegsgebiet nicht realistisch ist. Vielmehr dürften sich die Gespräche um die Alternativen drehen.

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Dabei dürfen zwei große Szenarien im Mittelpunkt stehen. Die naheliegende und einfachste Maßnahme wäre eine Absage des Events 2026 ohne Ersatzveranstaltung zu einem anderen Zeitpunkt der Saison. Trotz bestehender Verträge und dem großen gegenseitigen Interesse, die MotoGP auf dem Lusail International Circuit auftreten zu lassen, ließe sich eine Absage mit den oft zitierten höheren Gewalten leicht argumentieren. Sicherheit kommt vor kommerziellem Interesse.

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Alles erreicht die Rennstrecke per Luftfracht

Plan B: Der Große Preis wird verschoben. Der bereits eng getaktete Rennkalender lässt allerdings nur sehr wenige Lücken zu. Den Wüsten-GP in eine Lücke zwischen die ab Ende April laufenden Europarennen zu legen, dürfte aus logistischen Gründen nicht möglich sein. Das Event in der Metropole Doha ist als Überseerennen deklariert. Vom MotoGP-Bike bis zur Büroklammer, alles erreicht die Rennstrecke nur per Flugzeug.

Möglich wäre daher nur ein frischer Anlauf, den GP entweder direkt hinter dem Malaysia-GP (1. November) und vor dem Portugal-GP (15. November) oder nach dem heute geplanten Finale in Valencia (22. November) stattfinden zu lassen. Variante 1, also Back-to-Back-Events aus Übersee, käme einer Mammut-Kraftanstrengung gleich und auch Variante 2, nach dem Finale noch einmal in die Ferne aufzubrechen, ist kaum weniger kritisch in Sachen Energieaufwand.

Und: Keine Alternative im Sinne eines Ersatz-GP in Lusail lässt sich derzeit überhaupt planen, denn in Wahrheit weiß keine der involvierten Instanzen, wie lange die Gewalteskalationen im Nahen Osten noch andauern.

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Theoretisch wäre auch noch ein Ersatz-GP an einer anderen Rennstrecke oder ein Doppel-Event an einer der Anlagen des 2026er-Kalenders möglich. Sicher ist, die MotoGP wird alles Mögliche tun, um auf die Zahl von 22 Events und 44 Rennen zu kommen. Ob die offiziell frisch benannte MotoGP Sports Entertainment Group hierbei an ihre Grenzen stoßen wird, ist nicht auszuschließen.

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